Wieder Krawalle bei Studentenprotesten in Santiago de Chile | Aktuell Amerika | DW | 11.03.2020
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Chile

Wieder Krawalle bei Studentenprotesten in Santiago de Chile

Anlass der Demonstrationen war der Amtsantritt von Präsident Piñera vor zwei Jahren. Aus Unmut über den Konservativen gehen vor allem junge Chilenen schon seit fünf Monaten auf die Straße. Ein Ende ist nicht abzusehen.

Bei Protesten von Schülern und Studenten in Chile ist es zu heftigen Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Vermummte schleuderten in der Hauptstadt Santiago de Chile Steine und Brandsätze auf die Polizei, die ihrerseits Tränengas in die Menge feuerte. Die Proteste richteten sich gegen die Regierung des konservativen Präsidenten Sebastián Piñera, der vor genau zwei Jahren sein Amt angetreten hatte.

Bereits seit Oktober vergangenen Jahres gehen in Chile immer wieder zahlreiche Menschen gegen die Regierung auf die Straße. Die Proteste entzündeten sich an einer Erhöhung der Fahrscheinpreise für die Metro. Zudem verlangen die Demonstranten einen besseren Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung sowie eine Abkehr vom neoliberalen Wirtschaftssystem. Außerdem geht es um eine neue Verfassung, über die die Chilenen im April per Referendum entscheiden sollen.

Sicherheitskräfte jagen die jungen Demonstranten durch die Straßen der chilenischen Hauptstadt (Foto: picture-alliance/dpa/Agencia Uno)

Sicherheitskräfte jagen die jungen Demonstranten durch die Straßen der chilenischen Hauptstadt

Die Chilenen gedachten zudem der Rückkehr des südamerikanischen Landes zur Demokratie vor 30 Jahren. "Zweifellos waren es drei fruchtbare Jahrzehnte», sagte Staatschef Piñera bei einer Feierstunde. "Es gibt aber auch Probleme, die im Herzen unserer Nation einen großen Schmerz ausgelöst haben. Wir brauchen ein breites Bündnis aller Teile der Gesellschaft, um unsere Mission zu erfüllen."

sti/pg (dpa, rtr)

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