Wieder Gold für Schaffelhuber | Sport | DW | 11.03.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Winter-Paralympics

Wieder Gold für Schaffelhuber

Anna Schaffelhuber macht einfach weiter. Die Olympiasiegerin von Sotschi ist auch in Südkorea nicht zu stoppen. Am zweiten Wettkampftag freut sich zudem eine deutsche Sportlerin, die am Vortag noch sehr enttäuscht war.

Anna Schaffelhuber wollte eigentlich nur noch ins Bett. Doch die Party mit Familie und Freund Michael ließ sich die Olympiasiegerin nach ihrem zweiten Coup trotz aller Müdigkeit nicht entgehen. Es war am Sonntagabend eine erneute Jubeltour durch das Alpenhaus von Pyeongchang für die 25-Jährige, die dem extremen Druck getrotzt und nach dem Sieg in der Abfahrt am Samstag einen Tag später auch im Super-G in der sitzenden Klasse triumphiert hatte. Dies war zugleich ihr siebter Sieg in Serie bei den Paralympics nach fünfmal Gold in Sotschi 2014. "Sie ist Wahnsinn", sagte Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbands (DBS), voller Anerkennung und drückte seine Vorzeigeathletin herzlich.

Paralympics Olympia 2018 Anna Schaffelhuber (picture alliance/Kyodo/MAXPPP)

Auf dem Weg zu Gold: Anna Schaffelhuber

"Ich bin grad extrem tiefenentspannt", sagte Schaffelhuber, die nach dem nicht zu schlagenden Erfolg von 2014 vor den Spielen unter großem Druck stand. "Nach der ersten goldenen war ich befreit, die ganze Anspannung war weg. Diesmal konnte ich es richtig genießen." Dazu, wieder alle fünf Goldmedaillen anzukündigen, ließ sich die 25-Jährige aber nicht verleiten: "Ich muss realistisch bleiben. Es wäre großer Schmarrn, das jetzt vorherzusagen."

Eskau holt zehnte Medaille

Auch Andrea Rothfuss freute sich. Die DBS-Athletin holte bei den Alpinen in der stehenden Klasse wie in der Abfahrt auch im Super-G Silber. Im Langlauf brach Andrea Eskau den Bann bei den Nordischen. Als Zweite lag sie 32,4 Sekunden hinter der US-Amerikanerin Kendall Gretsch. "Ich bin super glücklich. Ich hatte nach Samstag schon gezweifelt. Jetzt habe ich meine Medaille und kann die nächsten Rennen lockerer angehen", sagte Eskau. Für die sechsmalige Paralympics-Siegerin Eskau war es in ihrer langen und erfolgreichen Karriere die zehnte Medaille. Zudem ist die querschnittsgelähmte Athletin, die auch im Sommer mit dem Handbike startet, 20-malige Weltmeisterin. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter ihrem Einsatz am Dienstag im Biathlon über 10 Kilometer. Eskau klagte am Sonntag über leichte Schmerzen am Arm.

tk/asz (sid, dpa)

Die Redaktion empfiehlt