Wieder Ausverkauf an der Wall Street | Aktuell Amerika | DW | 08.02.2018
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Aktienmärkte

Wieder Ausverkauf an der Wall Street

Die US-Börsen müssen herbe Verluste hinnehmen. Der Dow Jones sackt um mehr als vier Prozent ab. Damit ist klar: Die Talfahrt vom Montag war kein einmaliger Ausreißer. Die Unsicherheit wächst.

Börse New York Dow Jones (picture alliance/AP/R. Drew)

Händler auf dem Wall-Street-Parkett am Mittwoch

Der Leitindex Dow Jones Industrial ging mit einem Minus von mehr als 1000 Punkten auf 23.860,45 Zähler aus dem Handel - knapp über seinem zuvor erreichten Tagestief. Das entspricht einem Abschlag von 4,15 Prozent. "Die Angst vor steigenden Zinsen hält die Börsen weiterhin im Würgegriff", kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners die zweite heftige Talfahrt an der Wall Street in dieser Woche.

Die Märkte in Asien reagierten auf den Kursrutsch in New York: Sie sind an diesem Freitag deutlich schwächer gestartet. Der japanische Index Nikkei 225 lag bis zum Mittag mehr als 3,2 Prozent im Minus bei 21.185 Punkten. In China brach der Shanghaier Composite Index eine Stunde nach Handelsstart sogar mehr als fünf Prozent auf 3091 Punkten ein. Deutlich fielen auch die Abschläge in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong aus, wo der Leitindex Hang Seng um 4,3 Prozent auf 29 135 Punkte absackte. 

Gute Lage macht nervös

Zu Wochenbeginn war der US-Leitindex um 4,60 Prozent eingebrochen, zeitweise sogar um 6 Prozent oder fast 1600 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 sank an diesem Donnerstag um 3,75 Prozent auf 2581,00 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 büßte 4,19 Prozent auf 6306,10 Zähler ein.

Einer der Hauptgründe für die Nervosität an den US-Finanzmärkten ist paradoxerweise die gute Lage der heimischen Wirtschaft. Die US-Notenbank, so vermuten viele, könnte angesichts der fast erreichten Vollbeschäftigung reagieren - und den Leitzins stärker anheben als geplant. Dann würden Kredite wieder teurer, und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen dürfte sinken.

Trump: "Auf große Linie fokussiert"

US-Präsident Donald Trump gab sich hingegen gelassen. Sein Sprecher Raj Shah sagte vor Journalisten, der Präsident sei auf die langfristige Grundlage der Wirtschaft fokussiert. Diese schätze Trump als stark ein. Trump hatte die immer neuen Rekordstände an der Wall Street in den vergangenen Wochen auch auf seine Politik zurückgeführt.

jj/se (dpa, afp, rtr)