Werner Herzog, ein Mann der Extreme | Kultur.21 - Das Kulturmagazin | DW | 30.11.2019
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Kultur.21

Werner Herzog, ein Mann der Extreme

Ein Autodidakt, der es zu Weltruhm gebracht hat, ein Visionär des Kinos und ein großer Geschichtenerzähler: Regie-Legende Werner Herzog. Über 60 Filme hat er gemacht - 2019 wird er einmal mehr für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Eine Begegnung.

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Filmemacher Werner Herzog ( 2012 Gerald v. Foris)

Filmemacher Werner Herzog

Er erkundet die Antarktis mit der Kamera, filmt auf Feuer speienden Vulkanen, während des Golfkriegs inmitten brennender Ölfelder; er interviewt zum Tode Verurteilte kurz vor ihrer Hinrichtung und begibt sich auf die Spuren eines fanatischen Tierschützers, der von einem Bären gefressen wurde. Werner Herzog hat einen Hang zu Extremen, das gilt für Drehorte und Sujets ebenso wie für seine Darsteller. Mit dem für seine Tobsucht berüchtigten Klaus Kinski macht er fünf Filme: "Fitzcarraldo" und "Aguirre, der Zorn Gottes", gedreht im südamerikanischen Dschungel, gelten heute als Meilensteine des "Neuen Deutschen Films" - auch wenn sich Herzog diesem gar nicht zugehörig fühlt. Er selbst sieht sich als bayerischen Filmemacher, dabei lebt er seit vielen Jahren vorwiegend in Los Angeles und dreht mit Stars wie Nicolas Cage, Christian Bale, Nicole Kidman oder Tom Cruise. Ein vom Film Besessener, der Regie führt, oft selbst Drehbuch schreibt und auch produziert. Am 7. Dezember 2019 zeichnet die Europäische Filmakademie Werner Herzog für sein Lebenswerk aus - ein wenig voreilig vielleicht. Denn der große Geschichtenerzähler des Kinos bringt mehr Filme denn je heraus. Kultur.21 hat den Filmemacher, der nicht nur in den USA geradezu kultisch verehrt wird, in seiner Heimatstadt München getroffen und mit ihm über seine "Schurkenfilmschule", die Macht der Musik und die Grenzen des Filmemachens gesprochen.