Weniger Angriffe auf Moscheen und Muslime in Deutschland | Aktuell Deutschland | DW | 22.08.2018
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Islamfeindlichkeit

Weniger Angriffe auf Moscheen und Muslime in Deutschland

Das Positive zuerst: Die Zahl der antimuslimischen Straftaten ist laut einem Zeitungsbericht im ersten Halbjahr 2018 deutlich zu rückgegangen. Das Negative: Dabei wurden mehr Menschen verletzt als noch im Vorjahr.

Deutschland Brandanschlag auf Moschee in Berlin (picture-alliance/dpa/P. Zinken)

Nach dem Brandanschlag auf eine Moschee in Berlin Reinickendorf (März 2018)

Angriffe auf Muslime und Moscheen in Deutschland haben in der ersten Jahreshälfte deutlich abgenommen. Wie die " Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet wurden insgesamt 320 antimuslimische Straftaten registriert, deutlich weniger als im ersten Halbjahr 2017, als es noch knapp 500 waren. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion.

Dabei zählten die Behörden im ersten Halbjahr mit 25 Verletzten aber mehr als im Vorjahreszeitraum mit 18. Bei nahezu allen Straftaten sei davon auszugehen, dass es sich bei den Täternum Rechtsextremisten handele. Zur Höhe des Schadens liegen keine Zahlen vor.

"Mehr Solidarität mit muslimischen Mitbürgern"

Seit Jahresbeginn zeigt der Trend nach unten. Während im ersten Quartal 196 Straftaten registriert wurden, waren es im zweiten Quartal 124, darunter acht Angriffe gegen Moscheen. Bei den meisten Taten handelt es sich den Angaben zufolge um Volksverhetzung, Nazi-Schmierereien, Drohbriefe und Beleidigungen sowie Sachbeschädigung.

Die innenpolitische Sprecherin der Linken-Fraktion Ulla Jelpke nannte den Rückgang der Straftaten erfreulich, sah darin aber keinen Grund für Entwarnung. "Es fehlt nach wie vor eine gesamtgesellschaftliche Solidarisierung mit muslimischen Mitbürgern. Wer Muslime weiterhin zu Fremden erklärt, schürt bloß Vorbehalte, die letztlich auch in solchen Straftaten münden", betonte die Bundestagsabgeordnete.

cw/kle (dpa, epd, kna)

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