Weltmeister Magnus Carlsen sucht weiter seine Form | Sport | DW | 18.11.2018
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Schach-WM

Weltmeister Magnus Carlsen sucht weiter seine Form

Zwölf Partien gibt es insgesamt, auch die siebte endet wie die anderen zuvor mit einem Remis. Weltmeister Magnus Carlsen findet einmal mehr kein Angriffsrezept gegen den abgeklärten Herausforderer Fabiano Caruana.

Schachweltmeisterschaft 2018 | Magnus Carlsen vs. Fabiano Caruana | 2. Partie (Imago/Bildbyran)

Magnus Carlsen und Fabiano Caruana belauern sich

Etwas ratlos wirkte Magnus Carlsen, nachdem er auch diesmal keinen entscheidenden Vorteil gegen seinen Herausforderer Fabiano Caruana herausspielen konnte. "An einem anderen Tag, in einem anderen Jahr, hätte ich vielleicht einen Weg gefunden, mehr Druck zu machen", gab der Weltmeister in der Pressekonferenz nach der Partie zu. "Ich hatte eine Chance, aktiv zu werden, aber ich war von der Idee nicht ganz überzeugt", erklärte Carlsen und musste sich daraufhin von einem Journalisten fragen lassen, ob ihm aktuell der Mut zum Durchbruch fehle. Eine Antwort darauf hatte der sonst durchaus schlagfertige Carlsen nicht. Mit anderen Worten: Es läuft nicht rund bei dem Norweger.

Carlsen-Manöver ohne Druck

Schachweltmeisterschaft 2018 | Magnus Carlsen vs. Fabiano Caruana | PK vor 1. Partie (Getty Images for World Chess/T. Fewings)

Alles unter Kontrolle: Herausforderer Fabiano Caruana

Dabei hatte sich Magnus Carlsen in der siebten Partei einmal mehr vorgenommen, etwas Greifbares aus dem Anzugvorteil herauszuholen. In einer Damengambit-Variante entwickelte sich jedoch schnell eine sehr ausgeglichene Stellung. Fabiano Caruana (Spitzname: "Fabi") ließ sich - wie schon im gesamten Match - nicht von den typischen unscheinbaren, aber oft trickreichen Carlsen-Manövern aus der Runde bringen. Der US-Amerikaner neutralisierte die weißen Offensiv-Bemühungen scheinbar mühelos, so dass im 40. Zug das Remis perfekt war.

Wie schon vor zwei Jahren hat sich der Kampf um die Schachkrone nun zu einem zähen Tauziehen entwickelt. Beim Stand von 3,5:3,5 ist weiter alles offen in London. Der mit einer Millionen Euro dotierte Titelkampf geht über zwölf Runden. Gibt es danach keinen Sieger treten die beiden besten Spieler der Welt zu Partien mit verkürzter Bedenkzeit an.

Wer macht den ersten Fehler?

In den verbleibenden fünf Partien wird es für die Spieler vor allem darum gehen, grobe Fehler zu vermeiden. Caruana sah das bei der Pressekonferenz ganz nüchtern: "Es wird noch jede Menge Fehler geben – von uns beiden", sagte der Herausforderer, der in London versucht, zum zweiten Mal nach dem legendären Bobby Fischer den Titel des Schach-Weltmeisters in die USA zu holen. Dass dies gelingt, hält auch Carlsen offenbar für möglich: "Fabiano ist ein sehr starker Spieler" meinte Carlsen, "aber noch bin ich nicht im Panikmodus."

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