Weiter Tsunami-Gefahr durch Vulkan in Indonesien | Aktuell Asien | DW | 26.12.2018
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Indonesien

Weiter Tsunami-Gefahr durch Vulkan in Indonesien

In Indonesien ist die Tsunami-Gefahr noch nicht gebannt. Der Vulkan Anak Krakatau, dessen Ausbruch indirekt die Flutwelle ausgelöst hatte, ist weiter aktiv. Die Behörden warnten die Bevölkerung.

Indonesiens Behörde für Klimatologie und Geophysik (BMKG), warnte an diesem Mittwoch, dem Jahrestag für die Tsunamikatastrophe von 2004, die Bevölkerung, sich von Küstengebieten fernzuhalten.

Heftige Regenfälle und hoher Wellengang erhöhen das Risiko für die Bewohner weiter. "Meiden Sie Küstengebiete von 500 Meter bis ein Kilometer landeinwärts", sagte BMKG-Chefin Dwikorita Karnawati.

Indonesien: Vulkan Anak Krakatau weiterhin aktiv (Reuters/S. Air)

Die heftigen Regenfälle haben den Krater des Vulkans Anak Krakatau instabiler gemacht

Der Tsunami war am Samstag über Teile von Java und Sumatra hereingebrochen. Nach neuen offiziellen Angaben kamen dabei 430 Menschen ums Leben, knapp 1500 wurden verletzt. 159 Menschen werden noch vermisst.

Fünf Bezirke auf Java und Sumatra betroffen

Auf der Suche nach Überlebenden auf der verwüsteten Westküste Javas würden Drohnen und Spürhunde eingesetzt, teilten die Behörden mit. Mit schweren Gerät und speziellen Kameras würde zudem versucht, Leichen unter den Trümmern aufzuspüren. Tausende von Küstenbewohnern hatten sich in höher gelegene Regionen geflüchtet, um sich in Sicherheit vor möglicherweise weiteren Flutwellen zu bringen.

Infografik Karte Sunda Strasse DE

Auslöser des Tsunamis war nach offiziellen Angaben eine Eruption des Vulkans Anak Krakatau. Er befindet sich rund 50 Kilometer von der Küste entfernt in der Sundastraße zwischen den Inseln Java und Sumatra. Die Erschütterung hatte demnach zu einem Erdrutsch geführt, der dann den Tsunami auslöste. Die Flutwelle traf insgesamt fünf Bezirke auf Java und Sumatra.

pg/as (dpa, ap)

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