Wehrbeauftragter über Lage in Afghanistan besorgt | Aktuell Asien | DW | 11.09.2016
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Aktuell Asien

Wehrbeauftragter über Lage in Afghanistan besorgt

Nach einem Truppenbesuch in Afghanistan schlägt der Wehrbeauftragte des Bundestags, Bartels, Alarm. Die Sicherheitslage habe sich dramatisch verschärft.

Bundeswehrsoldaten der Mission Resolute Support in Masar-i-Scharif (Foto: dpa)

Bundeswehrsoldaten der Mission Resolute Support

"Der Einsatz ist heute gefährlicher. Die Soldaten in Kabul, Masar und Kundus fliegen zwischen den Stützpunkten hin und her, da es auf den Straßen zu gefährlich ist", sagte der SPD-Politiker Hans-Peter Bartels der Zeitung "Bild am Sonntag" nach einem Besuch deutscher Soldaten in Afghanistan. Unter Berufung auf als geheim eingestufte Lagekarten heißt es in dem Blatt, die radikal-islamischen Taliban breiteten sich in Afghanistan immer weiter aus.

Ausbildungsmission der NATO

Der Wehrbeauftragte Bartels (Foto: dpa)

Der Wehrbeauftragte Bartels

Nach dem Ende des internationalen Militäreinsatzes am Hindukusch im Dezember 2014 beteiligt sich die Bundeswehr an der Ausbildung und Beratung der afghanischen Armee im Rahmen der NATO-Mission "Resolute Support". Knapp tausend deutsche Soldaten können eingesetzt werden. Der Bundestag wird das Ende des Jahres auslaufende Mandat voraussichtlich verlängern.

Bartels zeigte sich überzeugt, dass deutsche Soldaten noch sehr lange am Hindukusch gebraucht werden: "Der Einsatz der Bundeswehr als Berater für die afghanische Armee wird noch Jahre dauern. Damit wird das Land vor einem Abgleiten ins Chaos geschützt", sagte der Wehrbeauftragte.

Probleme mit Transport und Kleidung

Nach Angaben des Bundestagsabgeordneten beschweren sich die Soldaten darüber, dass sie oft tagelang auf ihren Flug nach oder aus Afghanistan warten müssen, da sich der Lufttransport mit US-Maschinen verzögere. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte zu "Bild am Sonntag", das Problem sei bekannt.

Ein weiteres Ärgern ist für die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan sei fehlende Einsatzkleidung, berichtete Bartels weiter. Es fehlten Hosen und Hemden in verschiedenen Größen, sodass die Soldaten untereinander tauschten.

wl/stu (afp, bild.de)