Was ist der Weltklimarat IPCC und was macht er? | Klima | DW | 25.09.2019
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Weltklimarat

Was ist der Weltklimarat IPCC und was macht er?

Der Weltklimarat analysiert die Ergebnisse der globalen Klimaforschung und bildet die wichtigste Grundlage dafür, wie man den Klimawandel mildern und anpassen kann.

Die Berichte des IPCC beeinflussen Regierungen, Wirtschaftsführer und sogar Teenagerproteste bei einer der größten Herausforderungen unseres Planeten. Vielleicht haben die meisten Menschen haben noch nie etwas vom IPCC gehört.

Der Weltklimarat oder Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) ist ein UN-Gremium, das die aktuelle Klimaforschunganalysiert. Dabei untersuchen hunderte Wissenschaftler die aktuellen Auswirkungen und zukünftigen Risiken des Veränderungen im Klima, sie analysieren Möglichkeiten, wie man die Auswirkungen mildern und sich an eine sich verändernde Welt anpassen kann.

Das IPCC wurde 1988 von der Weltorganisation für Meteorologie und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen gegründet und erstellt in regelmässigen Abständen Berichte über den Zustand der Erde.

Für jeden Bericht wählt die UN hunderte von führenden Wissenschaftlern aus der ganzen Welt aus. Diese Experten werten dann gemeinsam tausende wissenschaftliche Studien und auch Regierungs- und Industrieberichte aus, um daraus eine umfassende Analyse über die Veränderungen durch den den Klimawandel zu erstellen.

Die jüngsten drei IPCC Sonderberichte, die seit 2018 veröffentlicht wurden, befassen sich mit dem Leben auf einem Planeten mit 1,5 Grad Celsius globaler Erwärmung, den Auswirkungen des Klimawandels auf Land, Ozeane und eisige Regionen und mit dem Zustand der Meere und Eisgebiete der Erde. 

Der IPCC veröffentlicht Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger, die von Experten erstellt und dann in Marathon-Plenarsitzungen von UN-Mitgliedstaaten, die sie dann einstimmig genehmigen müssen, Zeile für Zeile überprüft werden. Diese sollen den Entscheidungsträgern als Orientierungshilfe dienen.

Die IPCC-Experten schreiben den Regierungen nicht vor, was sie tun sollen. Sie zeigen verschiedene mögliche politische Optionen . Sie sagen auch, dass ihre Schlussfolgerungen für die Zukunft lediglich  Prognosen sind - basierend auf verschiedenen Erwärmungsszenarien - keine Vorhersagen.

In der Wissenschaft und den Medien gelten die IPCC Berichte als die umfassendsten und zuverlässigsten Einschätzungen über das Erdsystem und den Einfluss des Klimawandels auf die Erde. Der Weltklimarat bekam dafür 2007 den Friedensnobelpreis. 

 

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