Waldbrand auf Gran Canaria wieder unter Kontrolle | Aktuell Europa | DW | 21.08.2019
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Naturkatastrophe

Waldbrand auf Gran Canaria wieder unter Kontrolle

Seit Tagen kämpft die spanische Insel Gran Canaria mit einem gewaltigen Waldbrand. Nachdem Tausende Menschen evakuiert und Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz waren, hat sich die Lage überraschend über Nacht entspannt.

Spanien Waldbrände auf Gran Canaria (picture-alliance/AP Photo/Cabildo de Gran Canaria)

Die Flammen wüteten in mehreren Ortschaften wie in dem Dorf El Rincon in der Gemeinde Tejeda

Die Einsatzkräfte auf der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria drängen den verheerenden Waldbrand in den Bergen immer weiter zurück. Die Bewohner einiger Ortschaften und Dörfer konnten bereits wieder in ihre Häuser zurückkehren, wie die Inselregierung mitteilte. "Nach der Evakuierung kommt nun die Rückkehr", sagte der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Victor Torres. "Wenn die Menschen in ihre Häuser zurückkehren, bedeutet dies, dass wir das Feuer besiegen.

Bis zu 50 Meter hohe Flammen hatten den Einsatz erschwert. Abflauende Winde verhinderten nun, dass sich das Feuer weiter ausbreitete. Von dem Waldbrand waren etwa 10.000 Hektar Fläche im Inselinneren nahe des Ortes Valleseco südwestlich der Hauptstadt Las Palmas betroffen. "Wir sind nun in der Lage, den Brand zu löschen", sagte der Chef der Einsatzkräfte auf Gran Canaria, Federico Grillo. In den vergangenen Tagen hatte es geheißen, der Brand sei "jenseits der Löschkapazitäten".

Spanien Waldbrände auf Gran Canaria (Getty Images/AFP/D. Martin)

Zeitweise waren 16 Löschflugzeuge und Hubschrauber auf Gran Canaria im Einsatz

Die Schäden im berühmten Naturpark Tamadaba mit seinen einzigartigen Kiefernwäldern seien deutlich geringer als zunächst befürchtet, sagte der Einsatzleiter. "Das bedeutet aber nicht, dass es keine Schäden gibt." Die Einsatzkräfte müssten weiter in Alarmbereitschaft bleiben. "Die Gefahr ist noch nicht gebannt", sagte Grillo.

Naturschützer sorgen sich zudem um bestimmte Pflanzen- und Tierarten, die von dem Feuer besonders betroffen sein könnten. In dem Naturpark Tamadaba leben einige der letzten Lorbeertauben der Insel. Das Feuer könnte die Art akut bedroht haben, sagte der Leiter der Botanischen Gärten "Viera y Clavijo" Juli Caujape. Er sorge sich aber nicht um die Kiefern im Naturpark Tamadaba, die Feuer gewohnt seien. Andere Pflanzen könnten allerdings länger brauchen, um sich von dem Waldbrand zu erholen. 

lh/kle (dpa, afp)

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