Visafrei in die EU auch nach dem Brexit | Aktuell Europa | DW | 01.02.2019
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Europäische Union

Visafrei in die EU auch nach dem Brexit

Die Briten sollen auch nach ihrem Austritt ohne Visum in die EU einreisen dürfen. Darauf verständigten sich die 27 verbleibenden Staaten der Gemeinschaft. Neuen Streit gibt es um Gibraltar.

Die Bürger des Vereinigten Königreichs dürfen im Brexit-Chaos zumindest an einem Punkt auf Normalität hoffen. Die EU-Staaten wollen britischen Staatsbürgern auch nach dem Brexit die visafreie Einreise ermöglichen, auch wenn es nicht zur Unterzeichnung eines Austrittsvertrags kommen sollte. Darauf verständigten sich die Botschafter der 27 EU-Staaten in Brüssel. Sollte London jedoch für Bürger einzelner EU-Staaten eine Visumspflicht einführen, seien die EU-Institutionen und die übrigen Mitgliedstaaten bereit, rasch zu reagieren, hieß es.

Mit dem Europaparlament solle nun eine Einigung gefunden werden, damit die Regelung nach dem EU-Austritt Großbritanniens in Kraft treten könne. Sie solle für Aufenthalte bis zu 90 Tagen gelten.

Die britische Regierung hatte bereits signalisiert, dass sie für EU-Bürger bei kürzeren Aufenthalten keine Visa verlangen wolle.

Empfindlichkeiten bei den Briten

Verärgert reagierten die Briten auf ein Detail. In der von den EU-Staaten vorgelegten Regelung zur Visa-Freiheit wird ein Unterschied gemacht zwischen Bürgern aus Großbritannien und solchen aus der britischen Exklave Gibraltar im Süden Spaniens. Gibraltar wird in dem Dokument als britische "Kolonie" bezeichnet. Eine Sprecherin der Regierung in London kritisierte diese Formulierung als "völlig unangemessen".

Großbritannien gehört auch jetzt nicht zum grenzkontrollfreien Schengen-Raum in Europa, bei der Einreise wird bereits kontrolliert. Für deutsche Staatsbürger war bislang ein Personalausweis ausreichend.

qu/uh (rtr, dpa)

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