Vietnam beschlagnahmt Hörner von afrikanischen Nashörnern | Aktuell Asien | DW | 29.07.2019
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Illegaler Handel

Vietnam beschlagnahmt Hörner von afrikanischen Nashörnern

In Asien glaubt man, das Pulver aus Nashornhörnern könne Krankheiten heilen und die Potenz steigern. Am internationalen Flughafen in Hanoi wurde die illegale Ware nun entdeckt. Der Wert: sechs Millionen Euro.

Vietnam Beschlagnahme von geschmuggelten Nashörner (AFP/Vietnam News Agency )

Das Horn der Nashörner musste mühsam vom Gips befreit werden

Auf dem Flughafen von Vietnams Hauptstadt Hanoi sind 55 Hörner von afrikanischen Nashörnern beschlagnahmt worden. Die illegale Ware mit mehr als 125 Kilogramm Gesamtgewicht war in Gipsblöcken versteckt, um sie durch den Zoll zu bringen - das allerdings misslang.

Handel mit Hörnern strikt verboten

Nach Informationen des Online-Portals "Viet Nam News" kamen die Hörner mit einem Flug aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Handel damit ist international seit 1977 verboten. Trotzdem ist die Nachfrage immer noch groß.

Video ansehen 01:52

Spitzentechnologie jagt Wilderer

Den Hörnern werden vor allem in Asien alle möglichen Wirkungen zugeschrieben. Immer noch wird geglaubt, dass sie als Pulver gegen verschiedenste Krankheiten bis hin zu Krebs helfen und auch potenzsteigernd sind. Zudem gelten die Hörner als Statussymbol.

Hohe Preise auf dem Schwarzmarkt

Auf dem Schwarzmarkt werden pro Kilogramm mehr als 50.000 Euro gezahlt. Der Gesamtwert der beschlagnahmten Ware liegt bei mehr als sechs Millionen Euro. Die Polizei brauchte viele Stunden, um die eingegipsten Hörner ans Tageslicht zu bringen. Verhaftet wurde zunächst niemand. Nach Angaben der Ermittler konnte die Spur bislang nicht zurückverfolgt werden.

Bildergalerie Nashörner (imago/Amka Agency International)

Ein südafrikanisches Breitmaulnashorn-Weibchen mit ihrem Kalb

Der illegale Handel hat dazu beigetragen, dass die Zahl der Nashörner weltweit deutlich zurückgegangen ist. Nach einem Bericht der International Rhino Foundation (IRT) gibt es weltweit nur noch annähernd 30.000 Tiere.

as/bri (dpa, ape)

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