Vier weitere kurdische Bürgermeister abgesetzt | Aktuell Welt | DW | 16.11.2019
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Türkei

Vier weitere kurdische Bürgermeister abgesetzt

Der Vorwurf der türkischen Regierung: Die kurdischen Lokalpolitiker hätten Verbindungen zur verbotenen PKK. Damit habe sich die Zahl der abgesetzten Bürgermeister auf 30 erhöht, erklärte die prokurdische Partei HDP.

Türkei Stadtansicht von Mardin (picture-alliance/imagebroker/W. G. Allgöwer)

Stadtansicht von Mardin in Südostanatolien - Mardin ist auch der Name der Provinz

Das Stadtoberhaupt von Suruc in der Provinz Sanliurfa und drei Bürgermeister in den Landkreisen Mazidagi, Savur und Derik in der Provinz Mardin wurden durch staatliche Verwalter ersetzt. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Die Politiker gehören zur prokurdischen Demokratischen Partei der Völker (HDP), der drittgrößten Partei des Landes. Damit habe die türkische Regierung nach HDP-Angaben seit den Kommunalwahlen im März 30 Bürgermeister der prokurdischen Partei abgesetzt. "Dreißig unserer Gemeinden sind seit dem 31. März illegal besetzt worden", erklärte die HDP und sprach von einem "Coup" der Regierung. 24 ihrer gewählten Stadtvorsteher seien durch regierungstreue Verwalter ersetzt worden, sechs weitere durch Mitglieder der Regierungspartei AKP, sagte ein HDP-Sprecher. 

HDP verurteilt türkische Offensive

Die HDP hatte als einzige Partei im Parlament die türkische Offensive gegen kurdische Kämpfer in Nordsyrien im Oktober verurteilt. Die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan wirft der prokurdischen Partei vor, der politische Arm der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zu sein.

nob/jj (afp, dpa, ap)

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