Vier Skiwanderer in den Schweizer Alpen erfroren | Aktuell Europa | DW | 30.04.2018
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Unglücke

Vier Skiwanderer in den Schweizer Alpen erfroren

Vier Menschen sind bei einem Unglück in den Schweizer Alpen ums Leben gekommen, fünf weitere schweben noch in Lebensgefahr. Sie waren auf einer Skiwanderung von einem Sturm überrascht worden.

Das Bermassiv um den Pigne d'Arolla (picture-alliance/prisma/H. Neil)

Das Bermassiv um den Pigne d'Arolla

In den Schweizer Alpen sind vier Skiwanderer erfroren. Sie gehörten zu einer Gruppe von 14 Skitourenfahrern, die eine Nacht bei eisiger Kälte unter freiem Himmel verbringen mussten, wie die Kantonspolizei Wallis berichtete. Fünf von ihnen schweben im Krankenhaus weiter in Lebensgefahr.

In der Gruppe waren nach Polizeiangaben Deutsche, Italiener und Franzosen. Nähere Angaben machte die Polizei nicht. Die Opfer müssten noch identifiziert und Angehörige benachrichtigt werden. 

Die Hütte nicht mehr erreicht

Die gesamte Gruppe war in der Region Pigne d'Arolla unterwegs. Sie sei in eine Schlechtwetterfront geraten und habe die Skihütte Cabane des Vignettes auf 3157 Metern Höhe am Sonntagabend nicht mehr erreichen können, so die Polizei. Die Tourengänger hätten die Nacht auf einer Höhe von 3270 Metern im Freien verbracht. 

Die 14 Menschen seien in zwei Gruppen unterwegs gewesen. Mindestens neun waren mit einem Bergführer von der Hütte Cabane des Dix auf 2928 Metern losgegangen. Ein Hüttenwart schlug am frühen Montagmorgen Alarm. 

Tod nach der Rettung vom Berg

Die Bergrettung rückte sofort mit sieben Hubschraubern aus. Als die Helfer bei den stark unterkühlten Tourengängern ankamen, war bereits einer tot, wie es hieß. Er sei an den Folgen eines Sturzes gestorben. 

Die Geretteten wurden in Krankenhäuser gebracht. Dort seien drei weitere Menschen an den Folgen der Unterkühlung gestorben. Die Staatsanwaltschaft leitete nach Angaben der Polizei eine Untersuchung ein. 

stu/uh (dpa, afp)
 

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