Vier festgenommene Deutsche wieder frei | Aktuell Europa | DW | 06.10.2019
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Türkei

Vier festgenommene Deutsche wieder frei

In der Türkei sind vier der sechs in den vergangenen Tagen festgenommenen deutschen Staatsangehörigen wieder freigelassen worden. Nach Medieninformationen dürfen sie das Land allerdings nicht verlassen.

Wie der Norddeutsche Rundfunk erfuhr, konnten die vier Bundesbürger das Gefängnis am Sonntag verlassen. Das habe das Auswärtige Amt in Berlin bestätigt. Die Freigelassenen dürfen den NDR-Informationen zufolge jedoch nicht ausreisen, sondern müssen sich fünfmal pro Woche bei der türkischen Polizei melden.

Wie es mit den beiden weiterhin inhaftierten Bundesbürgern weitergehe, solle in den kommenden Tagen ein Gericht entscheiden, heißt es weiter. Dies betreffe laut ihrer Anwältin auch eine deutsch-kurdische Erzieherin aus Hamburg, die vor zwei Wochen in die Türkei gereist und vor ihrem Rückflug festgenommen worden war.

Festgenommene sollen PKK-Propaganda verbreitet haben

Den festgenommenen Personen wird vorgeworfen, Propaganda verbreitet zu haben. Sie sollen Mitglied in einem Verein sein, der der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK nahesteht. Die PKK wird von der türkischen Regierung, aber auch von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft.

Seit dem gescheiterten Putsch 2016 werden immer wieder deutsche Staatsbürger in der Türkei in Gewahrsam genommen. Das Auswärtige Amt warnt Reisende davor, in den sozialen Medien regierungskritische Aussagen zu teilen oder zu liken.

gri/nob (tagesschau.de)

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