Viele Tote nach Chemie-Unfall in China | Aktuell Asien | DW | 13.07.2018
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Feuer in Yibin

Viele Tote nach Chemie-Unfall in China

Nur noch das Skelett steht: Bilder aus der Provinz Sichuan zeigen die völlig ausgebrannte Hülle eines Industriebaus. Immer wieder kommt es in der Volksrepublik zu folgenreichen Unfällen.

China Sichuan Explosion in Chemiefabrik (picture-alliance/Imaginechina/T. Jinghao)

Standbild aus einem Video, das die brennende Chemiefabrik zeigt

Durch eine Explosion in einer Chemiefabrik im Südwesten Chinas sind nach Behördenangaben mindestens 19 Menschen getötet und viele weitere verletzt worden. Das Unglück habe sich im Industriepark der Stadt Yibin in der Provinz Sichuan ereignet, teilte die örtliche Behörde für Arbeitssicherheit mit.

Die Nachrichtenagentur Xinhua meldet, die Verletzten befänden sich in stabilem Zustand, das Feuer in der Fabrik sei gelöscht. Betroffen ist demnach der Chemikalienhersteller Hengda. Fotos lokaler Medien zeigen die ausgebrannte Hülle eines Gebäudes, umgeben von Schutt.

China Sichuan Explosion in Chemiefabrik (Reuters/China Daily)

Feuerwehreinsatz am Unglücksort

In den vergangenen Jahren kam es in der Volksrepublik immer wieder zu folgenschweren Industrieunfällen. Häufig werden Sicherheitsregeln missachtet. So wurden im November große Teile eines Industriegebiets in der ostchinesischen Hafenstadt Ningbo durch eine Explosion zerstört.

2015 waren in der nordchinesischen Stadt Tianjin durch Detonationen in einem Gefahrgutlager mindestens 165 Menschen getötet worden. Die Behörden gerieten durch das Unglück damals stark unter Druck. Ihnen wurden mangelnde Transparenz bei der Aufklärung, ein laxer Umgang mit Sicherheitsvorschriften und Korruption vorgeworfen. Der damalige Bürgermeister von Tianjin wurde später zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

jj/kle (dpa, afp)

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