VfB Stuttgart trennt sich von Trainer Tayfun Korkut | Sport | DW | 07.10.2018
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Fußball-Bundesliga

VfB Stuttgart trennt sich von Trainer Tayfun Korkut

Einen Tag nach dem enttäuschenden 1:3 gegen Hannover 96 zieht der VfB Stuttgart die Notbremse. Tayfun Korkut ist nicht mehr länger Chefcoach der Schwaben. Vorerst übernimmt ein Ex-Nationalspieler das Training.

Tabellenletzter mit nur fünf Punkten lautet die ernüchternde Bilanz des VfB Stuttgart nach sieben Spieltagen. Nun haben die Verantwortlichen früh auf die sportliche Krise reagiert: Sie stellten Chefcoach Tayfun Korkut mit sofortiger Wirkung frei. Auch die Co-Trainer Ilja Aracic und Steven Cherundolo müssen gehen.

Diese Entscheidung sei das Ergebnis eines intensiven Austauschs nach der 1:3-Niederlage bei Hannover 96, teilte der Fußball-Bundesligist mit. "Die ausbleibende sportliche Entwicklung im Laufe dieser Saison und die negativen Ergebnisse haben uns dazu bewogen, diesen Schritt zu vollziehen", sagte VfB-Sportvorstand Michael Reschke.

Ex-Nationalspieler Hinkel übernimmt

Es ist der erste Bundesliga-Trainerwechsel der laufenden Spielzeit. Bis auf weiteres sollen Ex-Nationalspieler und U23-Coach Andreas Hinkel, Athletiktrainer Matthias Schiffers, Torwarttrainer Marco Langner und Andreas Schumacher aus dem Nachwuchsleistungszentrum die Mannschaft betreuen. 

Zum Abschied gab es lobende Worte von Sportvorstand Reschke für Korkut: Der 44-Jährige habe die Mannschaft "in einer sehr schwierigen Situation" stabilisiert und "mit einem außergewöhnlichen Lauf" den Klassenverbleib früh gesichert. Dafür sei der VfB "sehr dankbar". Korkut hatte den VfB Stuttgart Ende Januar von Hannes Wolf übernommen und souverän zum Klassenverbleib geführt. Dank einer Erfolgsserie von acht Spielen ohne Niederlage hätte der VfB unter Korkuts Regie sogar fast noch die Qualifikation für die Europa League geschafft. In der Rückrunde der Vorsaison war nur der FC Bayern besser als die Stuttgarter.

VfB: Entscheidung ist uns "sehr schwer gefallen"

In dieser Saison aber enttäuschte die Mannschaft bislang - trotz zahlreicher Verstärkungen. Erst einen Sieg holten die Stuttgarter unter Korkut. Zudem wurde der ehemalige türkische Nationalspieler zuletzt wegen seiner oft biederen Spielweise kritisiert.

Trotzdem hatte Reschke seinem Coach noch unmittelbar nach der Pleite in Hannover das Vertrauen ausgesprochen. Doch nur wenige Stunden später folgte die Wende. Der Entschluss sei der Vereinsführung "sehr schwer gefallen", betonte Präsident Wolfgang Dietrich: "Wir waren zuversichtlich, mit Tayfun Korkut als Cheftrainer die positive Entwicklung weiterführen zu können. Leider ist das nicht gelungen."

Weinzierl Top-Favorit auf Korkut-Nachfolge

Wer die Stuttgarter aus dem Tabellenkeller führen soll, ist unklar. Nach Information des "kicker" gilt der frühere Schalker und Augsburger Coach Markus Weinzierl als Favorit auf die Nachfolge Korkuts, aber auch Ralph Hasenhüttl und Markus Gisdol werden gehandelt.

ww/djo (sid/dpa)