Vettels siebter Streich | Sport | DW | 03.11.2013
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Sport

Vettels siebter Streich

Der schon als Weltmeister feststehende Sebastian Vettel gewinnt auch den Großen Preis von Abu Dhabi und feiert seinen elften Saisionsieg. Kimi Räikkönen sorgt für einen Eklat.

"I love you, guys", ich liebe euch, Jungs, schrie Sebastian Vettel seine Kollegen nach der Zieldurchfahrt über den Boxenfunk an. Seine Stimme überschlug sich dabei. Kurz zuvor hatte er mit qualmenden Reifen einen schwarzen Kreis auf die Rennstrecke gezogen. Dass das mit einer Strafe von 25.000 Dollar geahndet wird, dürfte den Multimillionär nicht im Geringsten kratzen. Vettel scheint erst jetzt von seinen eigenen Emotionen eingeholt zu werden, eine Woche nachdem er in Indien vorzeitig erneut zum Weltmeister wurde. Einen ernstzunehmenden Kater soll er gehabt haben nach der WM-Feier am vergangenen Montag. Wer aber von den Konkurrenten gehofft hatte, dass der 26-jährige Deutsche deshalb nun in Abu Dhabi mit halber Kraft ins Rennen gehen würde, wurde schnell enttäuscht.

Drei Deutsche in den Top 10

Schon kurz nach dem Start überholte Vettel seinen Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber, der ihm noch im Qualifying das Nachsehen gegeben hatte, und wart fortan von den Verfolgern nicht mehr gesehen. Am Ende hatte er über 30 Sekunden Vorsprung auf den Australier herausgefahren, der immerhin noch den Doppelsieg gegen den erneut starken Nico Rosberg im Mercedes sicherte. Mit Adrian Sutil im Force India fuhr noch ein dritter Deutscher auf Platz zehn in die Punkte. Niko Hülkenberg wurde im Sauber dagegen nur 14.

Sebastian Vettel widmete den Sieg seinen Eltern, die mit nach Abu Dhabi gekommen waren. Es war bereits sein siebter Erfolg in Folge, womit er den Rekord von Michael Schumacher einstellte. Bei den abschließenden Rennen in den USA und in Brasilien hat er Gelegenheit, diese Serie noch auszubauen. In der momentanen Verfassung von Fahrer und Auto gibt es allerdings kaum Zweifler, dass Vettel auch dieses Kunststück gelingen sollte.

Schwarzes Wochenende für Lotus

Kimi Raikkonen verlässt seinen Lotus (Bild: Getty Images)

Kein Geld, keine Punkte, dafür früh Feierabend: Kimi Räikkönen lässt seinen rampionierten Lotus stehen

Für Aufsehen sorgte Lotus-Fahrer Kimi Räikkönen. Der Finne hatte zunächst mit einem Streik gedroht, da ihm sein Arbeitgeber offenbar noch 20 Millionen Dollar an Gehaltszahlungen schuldet. Lotus dementierte nicht und war bemüht, die Wogen zu glätten, so dass Räikkönen dann doch an den Start ging. Allerdings musste er das Rennen vom letzten Startplatz aus aufnehmen, weil er wegen eines regelwidrigen Unterbodens im Training strafversetzt wurde. Bereits in der ersten Kurve war das unrühmliche Kapitel Abu Dhabi für ihn dann wieder beendet: Er ramponierte die Radaufhängung, als er seinen Vordermann touchierte. Als Vettel gerade mal 14 Runden absolviert hatte, verließ Räikkönen schon in seinem Privat-PKW das Grand-Prix-Gelände.

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