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Usbekischer Rundfunk betrachtet Tod des Führers der Islamischen Bewegung Usbekistans als bestätigt

23. November 2001

– Dschuma Namangani galt als enger Vertrauter Osama Bin Ladens

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Taschkent, 22.11.2001, UzREPORT, engl.

Der Usbekische Rundfunk hat mitgeteilt, dass man den Tod des militärischen Führers der oppositionellen Islamischen Bewegung Usbekistans, Dschuma Namangani, als bestätigt betrachten könne, da zwei gegnerische Seiten im Afghanistan-Konflikt von seinem Tod berichtet hätten. Der Rundfunk berief sich auf einen Bericht der pakistanischen Zeitung Frontier Post, der auf offiziellen Quellen der Taliban beruht, sowie auf ein Interview der BBC mit dem Kommandeur der Nordallianz, General Raschid Dostum. Beide Quellen machten jedoch widersprüchliche Angaben über den Tod des usbekischen Kriegsherrn. Es folgt ein Bericht des Usbekischen Rundfunks vom 21. November:

"Die pakistanische Zeitung Frontier Post berichtet, dass der oberste militärische Kommandeur der terroristischen Bewegung, die sich selbst als Islamische Bewegung Usbekistans bezeichnet, Dschuma Namangani, getötet worden sei. Der Zeitung zufolge wurde der internationale Terrorist in der Provinz Logar im Norden Afghanistans begraben. Es sei nicht bekannt, wann er gestorben sei. Außerdem erklärte einer der Kommandeure der Nordallianz, General Raschid Dostum, gegenüber ausländischen Journalisten Ende der vergangenen Woche, dass Namangani getötet worden sei.

Anfang der 90er Jahre war Namangani nach Tadschikistan geflohen, nachdem er in Usbekistan eine Reihe von Verbrechen begangen hatte. In Tadschikistan kämpfte er auf der Seite der Opposition gegen die tadschikische Regierung. Schnell errichtete er Stützpunkte in der von den Taliban kontrollierten Gebieten Afghanistans. Er beteiligte sich auch am Krieg gegen die Nordallianz. Im Sommer und Herbst der Jahre 1999 und 2000 führte er internationale Terroristen an, die versucht hatten, in die südlichen Gebiete Usbekistans und Kirgisistans einzudringen.

Die Tatsache, dass gegnerische Seiten berichten, dass er getötet worden sei, bestätigt seinen Tod. Jedoch haben unabhängige Quellen bislang dies noch nicht berichtet. Es gab seit langem Gerüchte über seinen Tod, aber Raschid Dostum erklärte in einem Rundfunkinterview für die BBC, dass Dschuma Namangani nahe Masar i Scharif am vergangenen Sonntag (17.11.) getötet worden sei. Der General sagte, der Terrorist sei im Kampf gegen die Kräfte der Nordallianz ums Leben gekommen.

Ein Journalist der Frontier Post meldete seinen Tod unter Berufung auf offizielle Taliban-Quellen. Er sagte jedoch, Namangani sei vergangene Woche in der Provinz Logar begraben worden. Der Journalist Said Anvar schreibt, an der Beerdingung des internationalen Terroristen Dschuma Namangani, der ein enger Vertrauter von Osama Bin Laden gewesen war, hätten auch einige wichtige Taliban-Vertreter teilgenommen. Die Tabilban-Vertreter hätten erklärt, Namangani sei während eines US-Angriffs und nicht beim Kampf gegen die Nordallianz getötet worden." (MO)