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USA: Wachstum legt Pause ein

29. Oktober 2015

Obwohl der private Konsum in den USA deutlich anzog, ist das Wirtschaftswachstum eingebrochen. Die Fed beobachtet diese Entwicklung mit Argusaugen.

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USA Wirtschaft schrumpft
Bild: Getty Images

Die Konjunktur in den USA hat sich im Sommer deutlich abgekühlt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Juli bis September auf das Jahr hochgerechnet nur noch um 1,5 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Experten hatten mit einem Plus von 1,6 Prozent gerechnet, nachdem die Wirtschaft im Frühjahr noch um 3,9 Prozent gewachsen war.

Als Hauptgrund für die Abschwächung gilt, dass viele Firmen ihre Lager nicht mehr so kräftig aufstockten wie bisher und somit ihre Warenproduktion nicht mehr so deutlich hochfuhren. Im vierten Quartal werde mit einem höheren Wachstumstempo gerechnet, hieß es.

Die Fed wartet auf das Wachstum

Gleichzeitig hat der private Konsum in den Vereinigten Staaten deutlich angezogen. Er legte im Sommer um 3,2 Prozent zu und damit fast so stark wie im Frühjahr, als ein Plus 3,6 Prozent erreicht wurde. "Die Zahlen zeigen, dass die US-Wirtschaft von der Binnen-Nachfrage getragen wird. Generelle Wachstumszweifel sind wohl nicht angebracht", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen Marktexperten.

Die Wachstumsprognose ist auch ein wichtiges Kriterium für die US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Deren Chefin Janet Yellen will demnächst die Zinswende wagen. Sie macht jedoch zur Bedingung, dass die US-Wirtschaft kräftig genug ist. Darauf deuten zumindest die Daten zum privaten Konsum hin, der in Amerika rund zwei Drittel der Wirtschaftleistung ausmacht.

dk/bea (dpa/rtr)