USA setzen Kopfgeld auf Hamas- und Hisbollah-Führer aus | Aktuell Welt | DW | 14.11.2018
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US-Außenpolitik

USA setzen Kopfgeld auf Hamas- und Hisbollah-Führer aus

Die USA haben eine Belohnung von bis zu fünf Millionen Dollar auf Hinweise zur Ergreifung führender Mitglieder der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas sowie der Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon ausgesetzt. 

Saleh al-Aruri (Imago/ZUMA Press/I. Ezzat)

Saleh al-Aruri (Archivbild von 2017)

Informanten können  eine Belohnung von bis zu fünf Millionen Dollar erhalten, wenn sie Hinweise zur Ergreifung von  Saleh al-Aruri geben, dem stellvertretenden Chef des Politbüros der Hamas. Dies teilte das US-Außenministerium in Washington mit. Nach US-Angaben ist Al-Aruru außerdem einer der Gründer des militärischen Arms der Organisation. Ausgesetzt wird Geld auch auf die beiden Hisbollah-Anführer Chalil Jusif Mahmud Harb und Haitham Ali Tabatabai. 

Al-Aruri lebe frei im Libanon, hieß es in einer Mitteilung. Das US-Außenministerium wirft ihm vor, mit den iranischen Al-Kuds-Brigaden zusammenzuarbeiten. Er habe Militäroperationen der Hamas im Gazastreifen und im Westjordanland mit Finanzmitteln unterstützt. Er wird mit mehreren terroristischen Angriffen in Verbindung gebracht, darunter auch der Entführung des US-Bürgers Naftali Frenkel. Auch den beiden Hisbollah-Mitgliedern werden schwere Straftaten und führende Rollen bei Militäroperationen der Organisation vorgeworfen. 

Nasrallahs Sohn zum Terroristen erklärt

Die Hamas verurteilte die ausgesetzte Belohnung. "Die Entscheidung der USA dient der israelischen Besatzung (...), nachdem sie durch die Angriffe des palästinensischen bewaffneten Widerstandes in Gaza besiegt wurde", hieß es in einer Mitteilung. Nach massivem gegenseitigen Beschuss von Israel und der Hamas hatten die militanten Palästinenserorganisationen im Gazastreifen am Dienstag einseitig eine Waffenruhe verkündet. 

Übertragung einer Rede von Hassan Nasrallah während des Wahlkampfs im Libanon im April (picture alliance/AP Photo/H. Malla)

Übertragung einer Rede von Hassan Nasrallah während des Wahlkampfs im Libanon im April

Das Außenministerium erklärte zudem den Sohn des Hisbollah-Führers Hassan Nasrallah, zum Terroristen. Dschawad Nasrallah sei ein "aufsteigender Anführer" innerhalb der libanesischen Miliz und habe in den vergangenen Jahren Menschen rekrutiert, "um im Westjordanland terroristische Anschläge gegen Israel" zu verüben, erklärte das US-Außenministerium. Zudem fügte das State Department die Hisbollah-nahen palästinensischen Al-Mudschaheddin-Brigaden (AMB) zu ihrer schwarzen Liste ausländischer terroristischer Vereinigungen hinzu. Die Organisation stehe hinter eine Reihe von Angriffen gegen israelische Ziele, hieß es in einer Erklärung. 

Sanktionen gegen vier Iraker

"Die heutigen Einstufungen sollen Nasrallah und die AMB der Mittel berauben, Terrorangriffe zu planen und auszuführen", hieß es. Die US-Behörden frieren den Besitz der auf den schwarzen Listen stehenden Menschen und Gruppierungen ein, wenn dieser der US-Rechtsprechung unterliegt. US-Bürgern sind jegliche Geschäfte mit den betreffenden Gruppierungen untersagt.

Das US-Finanzministerium verhängte unterdessen Sanktionen gegen vier Männer im Irak, denen es Verbindungen zur schiitischen Hisbollah nachsagt. Sie würden der Miliz dabei helfen, Geld zu verschieben, Waffen zu besorgen und mit dem Iran zu kommunizieren, hieß es zur Begründung.

stu/kle (dpa, rtr)


 

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