USA: Federal Reserve bleibt standhaft | Wirtschaft | DW | 01.08.2018
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Zinspolitik

USA: Federal Reserve bleibt standhaft

Trotz der Unruhe, die von interessierten Kreisen in der Wirtschaft und der Politik in Washington immer wieder geschürt wird, bleibt die US-Zentralbank ihrer Zinspolitik der kleinen Schritte treu.

Die US-Notenbank hat den Leitzins wie erwartet nicht angetastet. Er bleibe in der Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent, teilte die Federal Reserve (Fed) am Mittwoch nach einer zweitägigen Sitzung in Washington mit. Zuletzt hatte die Fed Mitte Juni den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben.

An den Finanzmärkten war damit gerechnet worden, dass die Fed mit einer weiteren Erhöhungen erst einmal abwartet. Die Notenbank geht davon aus, dass die Leitzinsen bis Ende des Jahres noch zweimal angehoben werden.

Die Fed verfolgt angesichts vergleichsweise hoher Wachstumsraten der Wirtschaft und einer gesunkenen Arbeitslosigkeit seit Ende 2015 einen Kurs nur behutsamer Zinsanhebungen. Die Zügel wurden seitdem siebenmal gestrafft.

Angst vor Überhitzung

Durch die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump dürfte die Wirtschaft einen zusätzlichen Schub erhalten. Im zweiten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt auf das Jahr hochgerechnet um 4,1 Prozent zu - so stark wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Das könnte die Notenbanker dazu bringen, mehr Zinserhöhungen in Erwägung zu ziehen, damit die Wirtschaft nicht überhitzt.

dk/kle (dpa, rtr)