USA bei Militärausgaben einsame Spitze | Aktuell Welt | DW | 25.02.2021
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Rüstung

USA bei Militärausgaben einsame Spitze

Die USA haben 2020 knapp drei Mal so viel Geld für Verteidigung ausgegeben wie ihre Rivalen China und Russland zusammen. Trotz der Corona-Pandemie erreichen Militärbudgets weltweit neue Rekordstände, so eine Studie.

Flugzeugträger USS Carl Vinson

Der US-Flugzeugträger USS Carl Vinson

Mit 738 Milliarden US-Dollar (rund 603 Mrd. Euro) lag das Budget des größten NATO-Landes fast vier Mal höher als das von China (193,3 Mrd. Dollar) und mehr als zwölf Mal höher als das von Russland (60,6 Mrd. Dollar). Damit entfielen rund 40 Prozent der weltweiten Rüstungsausgaben auf die USA. Das geht aus einer Rangliste des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) hervor.

Deutschland in Europa auf dem dritten Platz

Unter den europäischen NATO-Ländern war laut IISS zuletzt Großbritannien mit Verteidigungsausgaben in Höhe von 61,5 Milliarden US-Dollar die Nummer eins. Es folgen Frankreich mit 55 Milliarden Dollar und Deutschland mit 51,3 Milliarden Dollar. Zusammen geben sie immerhin noch fast Mal drei so viel aus wie Russland.

Russland Mittelstreckenrakete SSC-8

Die russische Mittelstreckenrakete SSC-8

IISS-Experten warnen allerdings davor, die Zahlen als Argument zu nehmen, bei den Verteidigungsausgaben in Europa wieder auf die Bremse zu treten. Ihnen zufolge erhält Russland dank anderer Kostenstrukturen vergleichsweise viel Schlagkraft aus dem investierten Geld.

Militärbudgets auf neuem Höchststand

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben sich 2020 laut IISS noch nicht in bemerkenswertem Ausmaß in den Investitionen in Rüstung und Militär niedergeschlagen. Weltweit hätten die Verteidigungsausgaben im vergangenen Jahr mit 1,83 Billionen Dollar einen neuen Höchststand erreicht, hieß es. Allein China habe rund 5,2 Prozent mehr für Verteidigung ausgegeben als im Vorjahr. Zum Vergleich: Die gesamten Verteidigungsausgaben der europäischen NATO-Staaten stiegen laut IISS-Zahlen 2020 um rund zwei Prozent.

nob/qu (dpa, afp)

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