USA bangen um Jimmy Carter | Aktuell Amerika | DW | 12.11.2019
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Vereinigte Staaten

USA bangen um Jimmy Carter

Er ist mit 95 Jahren der älteste noch lebende Ex-Präsident der Vereinigten Staaten. Nun musste Jimmy Carter wieder ins Krankenhaus gebracht werden. Eine wohl nicht ungefährliche Operation hat er offenbar gut überstanden.

Jimmy Carter PK Habitat for Humanity (picture-alliance/AP Images/M. Humphrey)

Jimmy Carter - hier auf einem Anfang Oktober aufgenommenen Foto

Bei Jimmy Carter habe sich nach mehreren Stürzen eine Blutung im Schädel entwickelt, die auf das Gehirn drücke, teilte seine Stiftung in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia mit. Erst im Oktober hatte sich Carter einen Beckenbruch zugezogen, der allerdings als minderschwer bezeichnet wurde.

Eingriff überstanden

Der Eingriff wurde im Emory University Hospital in Atlanta durchgeführt. Es habe keine Komplikationen gegeben, teilte Carters Stiftung nach der Operation mit. Der Patient werde so lange wie nötig zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben.

Der 95-Jährige ist der älteste ehemalige Staatschef der USA, der noch am Leben ist. Carter hatte die Vereinigten Staaten von 1977 bis 1981 als 39. Präsident geführt. Zwei seiner Nachfolger sind bereits verstorben: Ronald Reagan 2004 und George Bush senior im vergangenen Jahr.

"Mit dem Tod im Reinen"

Noch vor wenigen Tagen hatte Carter, geboren am 1. Oktober 1924, deutlich gemacht, dass er mit Gelassenheit auf den Tod blicke. Bei ihm war schon vor Jahren Krebs diagnostiziert worden.

"Ich habe Gott nicht darum gebeten, mich am Leben zu lassen. Ich bat Gott, mir eine angemessene Einstellung zum Tod zu geben. Und ich stellte fest, dass ich mit dem Tod ganz und gar im Reinen war", sagte Carter kürzlich bei einem Gottesdienst in seiner Heimatstadt Plains. Mittlerweile glaube er fest an ein Leben nach dem Tod, so der ehemalige US-Präsident.

wa/qu (dpa, ap)