US-Tennis-Debakel in Melbourne | Sport | DW | 15.01.2018
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Australian Open

US-Tennis-Debakel in Melbourne

Zum Auftakt der Australian Open in Melbourne erleben die US-Amerikaner ihr Waterloo. Deutschlands Nummer eins im Damen-Tennis setzt dagegen ihre Siegesserie fort.

Was für eine Schmach: Für acht von neun angetretenen US-Tennisprofis war bereits die erste Runde der Australian Open Endstation. Vor allem das Aus für Jack Sock und Venus Williams tut der einstigen Tennis-Großmacht weh.

Vorjahresfinalistin Venus Williams erwischte es als Nummer fünf der Setzliste gegen die Schweizerin Belinda Bencic 3:6, 5:7. Auch Williams' Landsfrauen Coco Vandeweghe, im vergangenen Jahr Halbfinalistin in Melbourne, und US-Open-Siegerin Sloane Stephens scheiterten bereits zum Auftakt des ersten Grand Slams der Saison.

Vandeweghe unterlag der Ungarin Timea Babos 6:7 (4:7), 2:6. Stephens hat nach ihrem Triumph in New York das Siegen anscheinend völlig verlernt. Das 6:2, 6:7 (2:7), 2:6 gegen die Chinesin Zhang Shuai war bereits die achte Niederlage im achten Match nach dem überraschenden Titelgewinn im September. Damals hatten auch Williams und Vandeweghe im Halbfinale ihres Heim-Grand-Slams gestanden.

Tennis: Australian Open - Venus Williams vs Belinda Bencic (Reuters/T. Peter)

Mitfavoritin Venus Williams verlässt geschlagen den Platz

Venus Williams hatte 2017 im Endspiel gegen ihre jüngere Schwester Serena verloren, die nach der Geburt ihrer ersten Tochter derzeit pausiert. Seit dem gemeinsamen Debüt in Melbourne vor 20 Jahren hatte bis dato immer mindestens eine der Williams-Schwestern die zweite Runde erreicht. Williams' Niederlage kam allerdings nicht sonderlich überraschend, zu stark war die einstige Weltranglistensiebte Bencic zuletzt nach einer langen Verletzungspause aufgetreten. Eine Blessur am linken Handgelenk hatte die 20-Jährige weit zurückgeworfen. Nach drei Titeln bei kleineren WTA-Turnieren zum Ende des vergangenen Jahres, kletterte sie wieder bis auf Rang 78. Gemeinsam mit Landsmann Roger Federer gewann sie in der ersten Januarwoche den Hopman Cup.

Und bei den Herren lief es auch nicht besser: Aufschlagkönig John Isner verlor gegen den Australier Matt Ebden, der an Nummer acht gesetzte Jack Sock musste sich dem Japaner Yuichi Sugita geschlagen geben.

Görges in der Spur

Aus deutscher Sicht verlief der Auftakt der Australian Open zunächst erfreulich. Julia Görges und Mona Barthel erreichten die zweite Runde. Görges, die deutsche Nummer eins, gewann gegen die US-Amerikanerin Sofia Kenin in 79 Minuten 6:4, 6:4 und baute ihre Siegesserie saisonübergreifend auf 15 gewonnene Matches in Folge aus. "Das war eine solide erste Runde. Ich bin sehr froh, das erste Match hier gewonnen zu haben", sagte die 29-Jährige.

2018 Australian Open Julia Görges vs Sofia Kenin (Getty Images/R. Pierse)

Ihr gelingt zurzeit alles: Julia Görges

Görges hatte zuletzt das WTA-Turnier in Auckland gewonnen und Ende des vergangenen Jahres in Moskau und Zhuhai den Titel geholt. "Ich war schon ein bisschen überrascht, dass ich die neue Saison so anfangen konnte wie die letzte aufgehört hat", sagte die Weltranglisten-Zwölfte.  Bei ihrem 40. Grand-Slam-Turnier trifft sie nun am Mittwoch auf die Französin Alizé Cornet. Gegen die Nummer 42 der Welt hat Görges alle fünf bisherigen Duelle für sich entschieden.

2018 Australian Open Philipp Kohlschreiber resigniert (picture-alliance/dpa/L. Coch)

Von der Erkältung besiegt: Philipp Kohlschreiber

Barthel setzte sich gegen die Rumänin Monica Niculescu  mit 6:4, 7:5 durch. Für die 27-Jährige war es der erste Sieg der neuen Saison. Bei den Vorbereitungsturnieren in Hobart und Auckland hatte Barthel jeweils in der ersten Runde verloren. Sie bekommt es nun mit der an Nummer 32 gesetzten Anett Kontaveit aus Estland zu tun.

Ausgeschieden ist dagegen Philipp Kohlschreiber.  Er unterlag angeschlagen dem Weltranglisten-168. Yoshihito Nishioka aus Japan 3:6, 6:2, 0:6, 6:1, 2:6. Der an Position 27 gesetzte Kohlschreiber war zum 13. Mal beim ersten Grand Slam der Saison am Start, nach 2016 kassierte er seine zweite Erstrundenniederlage. Von einer Erkältung geschwächt fand der Routinier nie zu seinem Spiel. "Ich war ziemlich platt, mir tut alles weh", sagte Kohlschreiber enttäuscht.

to/ck (sid, dpa)

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