US-Spezialkräfte stehen hinter Angriff in Somalia | Aktuell Afrika | DW | 06.10.2013
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Aktuell Afrika

US-Spezialkräfte stehen hinter Angriff in Somalia

US-Soldaten haben nach Regierungsangaben bei Einsätzen in Somalia und Libyen Jagd auf hochrangige islamistische Extremisten gemacht. In Somalia sei die Al-Shabaab-Miliz Ziel des Angriffs gewesen.

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Einsatz gegen Islamisten in Afrika

In Libyen ist ein ranghohes Mitglied der Terrororganisation Al-Kaida gefasst worden. Das bestätigte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, George Little. Es handle sich um Abu Anas al-Libi, der wegen der Anschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania im Jahr 1998 gesucht wird.

Porträt Abdul-Hamed al Raghie, auch bekannt als Abu Anas al-Liby (Foto: dpa)

Fünf Millionen US-Dollar für seine Ergreifung: Anas Al-Libi

Die US-Regierung hatte ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar auf die Ergreifung al-Libis ausgesetzt. Der Verdächtige werde "an einem sicheren Ort außerhalb Libyens festgehalten." Ein US-Vertreter sagte dem Sender CNN, die Aktion sei mit Wissen der libyschen Regierung durchgeführt worden.

Bei einem weiteren Spezialeinsatz griffen Soldaten der US-Elitetruppe Navy Seals das Haus eines ranghohen Mitglieds der islamistischen Al-Shabaab-Miliz in der somalischen Stadt Barawe an. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen soll es sich um den aus Tschetschenien stammenden Abu Diyad, auch bekannt als Abu Ciyad, handeln. Es sei noch unklar, ob der Mann getötet worden sei oder nicht, meldete die "New York Times" unter Berufung auf Regierungskreise.

Antwort auf Angriff auf Einkaufszentrum in Nairobi

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Die Soldaten hätten die Strand-Villa des Verdächtigen von See her angegriffen. Die Kämpfe hätten länger als eine Stunde gedauert, die Soldaten seien von Hubschraubern aus der Luft unterstützt worden.

Der Angriff sei seit eineinhalb Wochen geplant worden, schreibt das Blatt weiter. Es handle sich um eine Antwort auf die Geiselnahme von Extremisten der Miliz in einem Einkaufszentrum der kenianischen Hauptstadt Nairobi vor zwei Wochen. Dabei waren mindestens 67 Menschen ums Leben gekommen. Somalische Stellen seien in die Pläne eingeweiht gewesen, zitiert die "New York Times" einen Vertreter der Regierung in Mogadischu.

Die Shabaab-Miliz hatte am Samstag einen Angriff auf einen ihrer Stützpunkte bekanntgegeben und dafür britische und türkische Kräfte verantwortlich gemacht. Die Regierungen in London und Ankara hatten eine Beteiligung an dem Angriff zurückgewiesen.

gmf/haz (afp, dpa, rtr)

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