US-Notenbank erhöht Wachstumsprognose für 2021 deutlich | Wirtschaft | DW | 18.03.2021
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US-Wirtschaft

US-Notenbank erhöht Wachstumsprognose für 2021 deutlich

Während die Wirtschaftsweisen ihre Konjunkturprognose für Deutschland senken, blickt die US-Notenbank immer optimistischer in die Zukunft. Grund: Die Impfkampagne und das massive Konjunkturprogramm der US-Regierung.

USA | US-Notenbank senkt Leitzins wegen Coronavirus

Impfkampagne und Konjunkturprogramm der US-Regierung beflügeln die Wachstumsfantasien der US-Notenbank

Angesichts der erfolgreichen Impfkampagne in den USA und des jüngsten riesigen Konjunkturpakets rechnet die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im laufenden Jahr mit einem deutlich stärkeren Wirtschaftswachstum. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrößten Volkswirtschaft soll trotz Corona in diesem Jahr um 6,5 Prozent wachsen, wie aus der jüngsten Wirtschaftsprognose der Zentralbank hervorgeht. Im Dezember war die Notenbank noch von einem Wachstum der US-Wirtschaft von 4,2 Prozent ausgegangen.

Entwicklung beleibt unsicher

Auch die Lage am Arbeitsmarkt soll sich schneller verbessern. Bis Jahresende rechnet die Notenbank mit einer Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent, nach einer Prognose von 5,0 Prozent im Dezember. Notenbankchef Jerome Powell schränkte ein, dass die Lage auf dem Arbeitsmarkt immer noch deutlich schlechter sei als vor der Pandemie. Derzeit gebe es rund 9,5 Millionen Jobs weniger als noch Anfang 2020, sagte Powell. Die Arbeitslosenquote lag im Februar bei 6,2 Prozent. Vor der Pandemie hatte sie bei 3,5 Prozent gelegen - dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten.

Porträt von Jerome Powel, Präsident der US-Notenbank

Fed-Chef Jerome Powell hat "Hoffnung auf eine Rückkehr zu normaleren Bedingungen später in diesem Jahr"

Die Entwicklung der Wirtschaft hänge weiter vom Verlauf der Pandemie ab und sei daher höchst unsicher, warnte Powell. "Seit Januar ist die Zahl neuer Infektionen, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle gefallen und die laufenden Impfungen geben uns Hoffnung auf eine Rückkehr zu normaleren Bedingungen später in diesem Jahr", sagte Powell.

Fed hält an ihrer Zinspolitik fest

Die Fed beließ ihren Leitzins wegen der Corona-Krise wie erwartet auf dem sehr niedrigen Niveau von 0,0 bis 0,25 Prozent. Auch die Wertpapierkäufe in Höhe von rund 120 Milliarden US-Dollar pro Monat zur Stützung der Konjunktur werden weitergehen. Die Fed werde Arbeitsmarkt und Wirtschaft "so lange es nötig ist" mit "allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln" unterstützen, betonte Powell.

Video ansehen 02:12

USA: Billionen-Dollar-Hilfspaket gegen die Pandemie

Der US-Kongress hatte vergangene Woche ein von Präsident Joe Biden vorgeschlagenes riesiges Konjunkturpaket im Umfang von rund 1,9 Billionen Dollar (rund 1,6 Billionen Euro) beschlossen. Das entspricht fast zehn Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Das Paket sieht unter anderem Direkthilfen von 1400 Dollar pro Person für die meisten US-Steuerzahler vor. Erst im Dezember hatte der Kongress ein Hilfspaket in Höhe von rund 900 Milliarden Dollar verabschiedet, um den dramatischen Einbruch der Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr zu überwinden.

ww/cw (dpa, afp)

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