US-Justiz klagt zwei Söhne von Drogenboss ″El Chapo″ an | Aktuell Amerika | DW | 22.02.2019
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Drogenkartell Sinaloa

US-Justiz klagt zwei Söhne von Drogenboss "El Chapo" an

Der ehemalige mexikanische Drogenboss "El Chapo" war nach einem Mammutverfahren in New York schuldig gesprochen worden. Die Grausamkeit seiner Taten schockierte alle. Nun geraten auch seine Söhne ins Visier der Justiz.

Die US-Justiz hat zwei Söhne des verurteilten mexikanischen Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán wegen Drogenschmuggels angeklagt. Die Klageschrift wurde anderthalb Wochen nach dem Schuldspruch gegen "El Chapo" in New York veröffentlicht. Darin wird dem 34-jährigen Joaquín Guzmán López alias "El Güero" (der Blonde) und dem 28-jährigen Ovidio Guzmán López alias "El Ratón" (die Maus) vorgeworfen, zwischen 2008 und 2018 Kokain, Cannabis und Crystal Meth in die USA geschmuggelt zu haben.

Mitglieder des Sinaloa-Kartells

Die Anklageschrift war bereits im April 2018 vorbereitet worden. Sie wurde aber unter Verschluss gehalten, um Zeugen zu schützen und die Ermittlungen nicht zu behindern, wie die US-Behörden erklärten. Die beiden Angeklagten gelten als Mitglieder des von ihrem Vater mitbegründeten Sinaloa-Kartells und halten sich wahrscheinlich derzeit in Mexiko auf.

Suche nach Chef des Sinaloa-Kartells Joaquin Guzman (Imago)

Auch jetzt wird nach den Söhnen von "El Chapo" gefahndet - so wie 2015 nach ihrem Vater

Ein weiterer Guzmán-Sohn, Jesús Alfredo Guzmán Salazar, wurde bereits 2014 des Drogenhandels beschuldigt und steht auf der Liste der zehn meistgesuchten Verdächtigen der US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA. "El Chapo" hat mehrere Kinder mit verschiedenen Frauen.

"El Chapo" Guzmán war am 12. Februar nach einem dreimonatigen Mammutverfahren in New York verurteilt worden. Die Geschworenen befanden Guzmán in sämtlichen Anklagepunkten für schuldig. Laut Klageschrift soll das Sinaloa-Kartell unter seiner Führung zwischen 1989 und 2014 fast 155 Tonnen Kokain und große Mengen andere Drogen in die USA geschmuggelt haben. Das Strafmaß soll am 25. Juni verkündet werden.

as/sti (afp, dpa, ape)