US-Justiz geht hart gegen Spion vor | Aktuell Amerika | DW | 23.11.2019
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Geheimdienste

US-Justiz geht hart gegen Spion vor

Das Justizministerium in Washington sieht in dem Urteil eine "klare Botschaft": Wegen Spionage für China muss in den Vereinigten Staaten ein früherer CIA-Mitarbeiter lange Zeit hinter Gitter.

19 Jahre Haft - so lautet das Urteil gegen Jerry Chun Shing Lee (Artikelbild). Das Strafmaß gegen den ehemaligen Mitarbeiter des Auslandsgemeindiestes CIA wurde von einem Richter im US-Bundesstaat Virginia verkündet. Lee habe "sein Land verkauft", erklärte Staatsanwalt G. Zachary Terwilliger.

Lee war im Januar 2018 festgenommen worden. Im Mai dieses Jahres bekannte er sich der Spionage für China schuldig. Der 55-Jährige soll der Führung in Peking Geheiminformationen geliefert und dafür Hunderttausende US-Dollar erhalten haben. Medien brachten ihn mit der Zerschlagung eines CIA-Netzwerks von Informanten in der Volksrepublik in Verbindung. Dies wurde aber weder von der Staatsanwaltschaft noch von der CIA bestätigt.

"Klare Botschaft"

Innerhalb etwa eines Jahres wurden damit schon drei frühere US-Agenten wegen Spionagetätigkeiten für China verurteilt. Das solle "eine klare Botschaft an all jene senden, die Zugang zu Geheiminformationen haben oder hatten", erklärte das Justizministerium in Washington. "Seien Sie sich bewusst, dass Sie ein Ziel für die chinesische Regierung sind. Und wenn Sie uns verraten, wird das Justizministerium Sie zur Rechenschaft ziehen."

wa/AR (afp, rtr)

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