Uran - Strahlendes Erbe | Nahaufnahme - Die aktuelle Reportage | DW | 12.11.2018
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Nahaufnahme

Uran - Strahlendes Erbe

Uran, Rohstoff für Atomkraft. Deutsche Bergwerke sind längst stillgelegt und werden saniert. Doch im US-Staat Arizona soll bald eine neue Mine eröffnet werden - in der Nähe des Grand Canyon. Ureinwohner und Umweltschützer schlagen Alarm.

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Die Ureinwohner schlagen Alarm. Denn sie wissen: Mit den strahlenden Altlasten werden sie Jahrzehnte zu kämpfen haben. Die Mitglieder des Indianerstammes "Havasupai" haben Angst, dass die Mine ihr Grundwasser verseucht. Die Canyon Mine ist nämlich keine neue Idee. In dem Reservat "Navajo Nation" wurden während des Kalten Krieges rund 30 Millionen Tonnen Uran abgebaut. In den Minen haben vor allem Navajo-Indianer gearbeitet. Erhöhte Krebsraten, kontaminierter Boden und verseuchtes Trinkwasser: Die Bevölkerung leidet noch heute unter den Folgen des Uranabbaus. Die rund 550 Minen sind zum großen Teil nicht saniert oder gereinigt worden, an vielen ist noch nicht mal ein Warnschild angebracht. Anders die Situation in Deutschland: Seit dem Ende des Uranbergbaus kurz nach der Wende ist die Wismut GmbH mit der Sanierung der ehemaligen Bergwerke im Erzgebirge beschäftigt: Ehemalige Schächte werden geflutet oder mit Beton stabilisiert, die alten Tagebauhalden werden mühsam abgedeckt. Mit regelmäßigen Umweltmonitorings müssen die Mitarbeiter überprüfen, ob wirklich keine Gefahr mehr für Mensch und Natur besteht. Schätzungen zufolge wird die Sanierung noch bis zum Jahr 2045 andauern und insgesamt rund acht Milliarden Euro kosten. Der Film zeigt wie unterschiedlich Deutschland und die USA mit dem strahlenden Erbe des Kalten Krieges umgehen - und wie verzweifelt die US-amerikanischen Ureinwohner zusammen mit Umweltschützern gegen die Wiederbelebung des Uranbergbaus kämpfen.