Unterstützung für Obama schwindet | Fokus Amerika | DW | 12.08.2010
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Fokus Amerika

Unterstützung für Obama schwindet

USA: Präsident Barack Obama im Umfragetief +++ Kolumbien: Alltag im Land der FARC +++ Mexiko: Die Rolle der USA im Drogenkrieg

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Der Lack ist ab und vorbei sind die Zeiten, in denen ein jugendlich wirkender Hoffnungsträger namens Barack Obama die Massen in den USA verzauberte. Der US-Präsident ist in der Realität angekommen. Das zögerliche Krisenmanagement bei der Ölpest im Golf von Mexiko und die öffentliche Diskussion über den US-Militär-Einsatz im Irak und Afghanistan haben dazu beigetragen, dass Obama derzeit so unbeliebt ist, wie nie zuvor. Für die Regierungspartei der Demokraten ist das im Vorfeld der Wahlen zum Repräsentantenhaus, die in rund drei Monaten stattfinden, mehr als beunruhigend.

Vom Frieden weit entfernt

In den vergangenen Wochen wurde viel diskutiert über die Rolle Venezuelas im Konflikt der kolumbianischen Regierung mit der Guerilla-Organisation FARC. Ex-Präsident Álvaro Uribe hatte immer wieder Venezuela beschuldigt, die FARC zu unterstützen. Venezuelas Präsident Hugo Chávez hatte daraufhin die diplomatischen Beziehungen zum Nachbarn abgebrochen. Diese Miss-Stimmungen sind mittlerweile vorüber - bei einem Treffen des neuen kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos mit Chávez wurde am Dienstag die Krise zwischen den beiden Ländern offiziell für beendet erklärt. Das ändert allerdings nichts an der Situation in Kolumbien, wo auch nach Jahren des Kampfes der Regierung gegen die Rebellen die FARC noch immer ganze Landstriche kontrolliert.

Die USA und Mexikos Krieg gegen die Drogenkartelle

25.000 Tote hat der Drogenkrieg in Mexiko seit 2006 gefordert – ein Krieg, beim dem die USA eine zentrale Rolle spielen. Denn der Drogenappetit der US-Bürger ist nach wie vor unersättlich und die bisherige Drogenpolitik der US-Regierung ist gescheitert. Lasche Gesetze in den USA sorgen dafür, dass die Akteure in Mexikos Drogenkrieg immer weiter hochrüsten: Rund 90 Prozent der Waffen, die von den mexikanischen Sicherheitsbehörden im Kampf gegen die Drogenkartelle sichergestellt werden, lassen sich zum nördlichen Nachbarn zurückverfolgen. Jetzt musste sogar US-Außenministerin Hillary Clinton einräumen, dass die USA mitverantwortlich sind für den Drogenkrieg im Nachbarland.

Redaktion: Marco Müller und Thomas Kohlmann

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  • Datum 12.08.2010
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