Unterstützung für Einsatz am Golf | Aktuell Nahost | DW | 20.01.2020
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Seehandel

Unterstützung für Einsatz am Golf

Unter den EU-Staaten wächst offenbar die Unterstützung für eine Militärmission am Persischen Golf. Ziel ist die Sicherheit von Handelsschiffen in der Straße von Hormus. Zuletzt war es für Tanker dort nicht ungefährlich.

Inzwischen unterstützen Deutschland, Frankreich und sechs weitere EU-Partner auf politischer Ebene eine europäische Militärmission im Persischen Golf, wie aus Paris verlautet. Der geplante Einsatz betreffe die Seeüberwachung in der Straße von Hormus, teilte das französische Außenministerium mit, das die Initiative ins Leben gerufen hat.

Frankreich, Dänemark, Griechenland und die Niederlande kündigten demnach bereits an, sich militärisch zu engagieren. Das Auswärtige Amt hatte im vergangenen Monat auf Anfrage mitgeteilt, dass sich die Bundeswehr zunächst nicht beteiligen werde.

Nadelöhr des internationalen Seehandels

Die Straße von Hormus, eine Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Indischen Ozean, ist ein Nadelöhr des internationalen Seehandels. Vor allem Ölexporte aus den arabischen Staaten müssen sie passieren.

Im vorigen Sommer war es in dort zu mehreren Angriffen auf Öltanker gekommen, hinter denen die USA und Saudi-Arabien den Iran vermuten. Zudem hat der Iran im vergangenen Jahr wiederholt Tanker in der Straße von Hormus festgesetzt.

Kommando in Abu Dhabi

Nach früheren Angaben der Regierung in Paris soll das Kommando der Marinemission auf dem französischen Marinestützpunkt in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten eingerichtet werden. Dort sind rund 650 Soldaten stationiert.

Zu den politischen Unterstützern gehören neben Deutschland und Frankreich auch Belgien, Dänemark, Griechenland, Italien, die Niederlande und Portugal.

gri/kle (dpa, rtr, afp)

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