Und die IDT 2025 geht an: Lübeck | Deutschlehrer-Info | DW | 15.08.2019
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Deutschlehrer-Info

Und die IDT 2025 geht an: Lübeck

Es ist ein bisschen so, als ob man die Olympischen Spiele ausrichten darf – zumindest in Deutschlehrerkreisen. Und so freuen sich die Lübecker einfach nur, dass sie den Zuschlag für die IDT 2025 bekommen haben.

 Holstentor in Lübeck (picture alliance/Arco Images/W. Wirth)

Lübeck ist Gastgeberstadt der IDT 2025

„124 Stimmen für Lübeck – keine Gegenstimmen, keine Enthaltungen!“ Martin Herold, Geschäftsführer der in Lübeck beheimateten Deutschen Auslandsgesellschaft (DAG), kann sein Glück kaum fassen. Lange hatte er mit seinem Team ein Konzept ausgearbeitet, um die Internationale Tagung der Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer (IDT) in die norddeutsche Stadt holen zu können – und ausnahmsweise mal nicht an eine Hochschule.

IDT auf Thomas Manns Spuren

Die Hauptherausforderung war es, mangels eines Universitätsgebäudes genug Tagungsorte zu finden, die fußläufig zu erreichen sind. Doch davon ließen sich Herold und seine Mitstreiter nicht abschrecken. Und jetzt ist selbst das berühmte Buddenbrookhaus (offiziell Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum) mit von der Partie, um die rund 2300 bis 2700 Teilnehmer aus aller Welt zu empfangen. Wenn das keine angemessene Adresse für Deutschlehrende und Deutschexperten ist.

Thomas Mann-Figur vor dem Buddenbrookhaus (picture alliance/AP )

Thomas Mann hätte sich über den Besuch aus aller Welt bestimmt gefreut: Seine Statue steht vor dem berühmten Buddenbrookhaus

Seit 1967 findet die IDT in einem inzwischen vierjährlichen Rhythmus an immer wechselnden Orten statt. Die erste Veranstaltung für Lehrkräfte, Wissenschaftler und Produzenten aus dem Bereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache fand in München statt, 2021 ist Wien Gastgeber. Und 2025 dann also Lübeck, wobei der wissenschaftliche Teil der Tagung in den erfahrenen Händen der Germanistik-Professorin Inger Petersen von der Uni Kiel liegt.

Das Tagungskonzept überzeugte 

Da gratuliert auch Marianne Hepp, IDV-Präsidentin des Internationalen Deutschlehrerverbands. Man freue sich sehr über die einstimmige Wahl Lübecks, sagte sie. Es läge nicht nur am Standort Norddeutschland, der endlich für eine IDT an die Reihe kommen sollte, sondern vor allem am sehr gut durchdachten Tagungskonzept, das präsentiert worden sei. Außerdem, so Hepp, sei Lübeck „ein historisch und kulturwissenschaftlich außergewöhnlich interessanter Ort, der eine gute Kulisse auch für das landeskundliche Rahmenprogramm bildet“.

Tagungsteilnehmer beim IDV halten Stimmzettel hoch (Benjamin Hedzic)

Die Vertreter des Internationalen Deutschlehrerverbands sprachen sich einstimmig für Lübeck aus

„Wissenschaft im Dienst der Praxis“

Die IDT auszurichten, ist ein langgehegter Wunsch, schließlich hat die DAG in Sachen Fortbildung für Deutschlehrkräfte aus Nord- und Nordosteuropa eine 70-jährige Expertise. Den Fokus will man in Lübeck auf die Deutschlehrerperspektive legen, frei nach dem Motto „Wissenschaft im Dienst der Praxis“.

Das bewährte Tagungskonzept inklusive Ausflugstag soll grundsätzlich beibehalten, aber auch weiterentwickelt werden. Jetzt schauen sich Martin Herold und sein vierköpfiges Team erst mal an, was in Wien 2021 für Erfahrungen gemacht werden. Eins aber ist jetzt schon klar: Rund 400 Tagungsteilnehmer sollen in Lübeck in ausgesuchten Privatquartieren untergebracht werden – Betreuung durch die Gastgeber inklusive. Manche Leute seien auf jeder IDT dabei, sagt Herold, andere aus Südamerika, Asien oder Afrika hingegen würden sich seit Jahrzehnten mit der deutschen Sprache beschäftigen, seien aber noch nie in Deutschland gewesen. Auf sie freut er sich ganz besonders.

Mit Feuereifer dabei

Martin Herold (Leif Bonorden )

Martin Herold und sein Team bereiten die IDT 2025 vor

Herold und seine Mitstreiter haben ihren Erfolg nur kurz gefeiert, denn jetzt gilt es, die Ärmel hochzukrempeln – trotz sechsjähriger Vorbereitungszeit. „Da kann man viel richtig machen, ohne hektisch zu werden“, meint der DAG-Geschäftsführer, den nur eine Sorge umtreibt: dass ein Mitglied seines Kernteams ausfallen könnte. Doch die Mitarbeiter sind alle mit Feuereifer bei der Sache. Selbst der Termin für die Abschlussveranstaltung in der Musik- und Kongresshalle auf einer Halbinsel am Trave-Ufer ist schon reserviert. Er sei „ein in genau getakteten Zeitplänen denkender Mensch", sagt Martin Herold von sich selbst. Da kann ja eigentlich nichts schiefgehen.

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