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GesellschaftPortugal

Unbezahlbar - Wohnungskrise in Lissabon

18. April 2026

Portugals Metropole Lissabon gilt als Traumstadt. Doch für viele, die hier leben und arbeiten, ist Wohnen zur existenziellen Frage geworden.

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Seit 2020 sind die Mieten im Großraum Lissabon um rund 42 Prozent gestiegen, während die Einkommen kaum mithalten. Immer mehr Menschen werden aus ihren Vierteln verdrängt. So etwa Jorge, Marketingexperte mit Vollzeitjob, der sich dennoch keine eigene Wohnung mehr leisten kann.

Wachsende Wohnungsnot

Auch Maria, alleinerziehende Mutter und Reinigungskraft, findet trotz Arbeit kein bezahlbares Zuhause und lebt mit ihren Kindern in einer Wellblechhütte in einer Siedlung außerhalb der Stadt. Gleichzeitig boomt der Luxusimmobilienmarkt. Tourismus, internationale Investoren sowie der Zuzug von Expats und Digital Nomads verschärfen die Lage weiter. In beliebten Vierteln werden Wohnungen zunehmend als Ferienapartments genutzt.

Der Anteil des Einkommens, den Menschen in Lissabon für Miete aufbringen müssen, gehört europaweit zu den höchsten. Doch der Widerstand wächst: Zehntausende demonstrieren für ihr Recht auf Wohnen. Experten warnen, dass die ungelöste Wohnungskrise nicht nur soziale, sondern auch demokratische Folgen hat.

Belgien Brüssel 2026 | DW-Korrespondentin Tessa Walther
Tessa Clara Walther DW-Korrespondentin im Studio Brüssel
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