UN-Studie: Mehr Migranten denn je | Aktuell Welt | DW | 12.09.2013
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Aktuell Welt

UN-Studie: Mehr Migranten denn je

Weltweit leben laut einer Analyse der Vereinten Nationen so viele Menschen außerhalb ihres Geburtslandes wie nie zuvor. 232 Millionen Menschen und damit rund drei Prozent der Weltbevölkerung sind es laut Statistik.

Damit hat sich die Migration weltweit erheblich ausgeweitet. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 waren noch 175 Millionen Migranten weltweit gezählt worden. Ein Jahrzent zuvor lag die Zahl nochmals niedriger. So waren 1990 den Statistiken zufolge 154 Millionen Menschen aus ihrem Heimatland weggezogen.

Aus freien Stücken oder gezwungenermaßen

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Migrations-Projekt - Deutschland heute (10.09.2013)

Migration erweitere die Möglichkeiten der Individuen. Es gehe um den Zugang zu Resourcen und die Reduzierung von Armut, betonte der Vize-Generalsekretär der Vereinten Nationen, Wu Hongbo, bei der Vorstellung der Studie. Die Migranten seien aus ihrem Geburtsland entweder freiwillig oder gezwungenermaßen weggezogen.

Wie aus der Untersuchung hervorgeht, leben fast zwei Drittel aller Migranten in Europa und Asien. Europäische Staaten haben inzwischen 72 Millionen Migranten aufgenommen, in den asiatischen Staaten liegt die Zahl mit 71 Millionen geringfügig niedriger.

Deutschland liegt auf Platz drei

Bezogen nicht auf Kontinente, sondern einzelne Staaten leben die meisten Migranten in den USA. Dort sind 46 Millionen Migranten registriert, dahinter kommt Russland mit elf Millionen. Deutschland folgt auf Platz drei mit zehn Millionen Migranten. Die von den Vereinten Nationen herausgegebene Studie listet auf den folgenden Plätzen diese Staaten auf: Saudi-Arabien mit 9,1 Millionen, die Vereinigten Arabischen Staaten und Großbritannien mit jeweils 7,8 Millionen, Frankreich mit 7,4 Millionen, Kanada mit 7,3 Millionen sowie Australien und Spanien mit jeweils 6,5 Millionen Migranten.

haz/sc (ap, afp, dpa)

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