Trump: Treffen mit Kim in ″drei bis vier Wochen″ | Aktuell Welt | DW | 29.04.2018
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Nordkorea-Konflikt

Trump: Treffen mit Kim in "drei bis vier Wochen"

Der Gipfel zwischen dem US-Präsidenten und dem nordkoreanischen Machthaber soll also nicht mehr lange auf sich warten lassen. Außerdem lobt sich Trump für die Entspannungssignale auf der koreanischen Halbinsel.

US-Präsident Donald Trump hat ein Treffen mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un in den "nächsten drei, vier Wochen" in Aussicht gestellt. Er gehe davon aus, dass es "eine sehr wichtige Begegnung" werde: "Wir werden der Welt einen großen Gefallen tun", sagte Trump vor Anhängern im Bundesstaat Michigan.

Über den Ausgang eines solchen Gipfels mit dem kommunistischen Land wolle er nicht spekulieren, sagte der Präsident: "Was passiert, passiert." Südkorea erkenne an, dass der Erfolg der Anbahnung einer Friedenslösung auf der koreanischen Halbinsel den USA geschuldet sei. "Er gibt uns riesige Anerkennung, er gibt uns allen Anerkennung", sagte Trump mit Blick auf Südkoreas Präsident Moon Jae In, mit dem er am Samstag telefoniert hatte.

Nordkorea schließt Atomtestgelände schon im Mai

Am Freitag hatten sich Nord- und Südkorea bei einem Treffen Moons mit Kim darauf geeinigt, die geteilte Halbinsel schrittweise von Atomwaffen zu befreien und den seit fast sieben Jahrzehnten andauernden Kriegszustand zu beenden. Politikwissenschaftler in den USA schreiben diesen Fortschritt eher Südkorea und dessen geschickter Diplomatie zu - vor allem vor und während der Olympischen Winterspiele.

Korea-Gipfel 2018 (Reuters)

Südkoreas Präsident Moon Jae In im Gespräch mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un

Bei dem Gipfel hat Nordkorea die Schließung seines Atomtestgeländes bereits im Mai zugesichert. Zudem habe Kim bei seinem Treffen mit Moon angekündigt, internationale Atomexperten könnten die Auflösung des Testgeländes vor Ort überprüfen, sagte Moons Sprecher. Pjöngjang hatte im vergangenen Jahr eine Reihe von Raketentests sowie einen sechsten Atomwaffentest vorgenommen und damit international Sorge ausgelöst.

Trump schwänzt das Korrespondenten-Dinner

Der neue US-Außenminister Mike Pompeo sagte dem US-Sender ABC, Kim wolle einen Fahrplan für die Denuklearisierung ausarbeiten und vorlegen. Das habe Kim ihm bei seinem Besuch in Pjöngjang erklärt. Die völlige, überprüfbare und irreversible Abschaffung aller Atomwaffen auf der koreanischen Halbinsel sei das erklärte Ziel der Regierung Trump, sagte Pompeo.

Trumps Kundgebung in Michigan war eine bewusst angesetzte Gegenveranstaltung zum Galadinner der Vereinigung der im Weißen Haus akkreditierten Journalisten. Traditionsgemäß nehmen US-Präsidenten die Einladung der Korrespondenten an. Trump hat sie nun zum zweiten Mal in Folge ausgeschlagen, und auf einer zeitgleich angesetzten Kundgebung unter anderem Stimmung gegen die aus seiner Sicht unredlich arbeitende Presse gemacht.

rb/kle (afp, ap, dpa, rtr)

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