Trump-Regierung will Bump Stocks für Schusswaffen verbieten | Aktuell Amerika | DW | 19.12.2018
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US-Waffenrecht

Trump-Regierung will Bump Stocks für Schusswaffen verbieten

Die US-Regierung hat ein Verbot von sogenannten Bump Stocks auf den Weg gebracht. Es handelt sich von Vorrichtungen, die die Geschwindigkeit von halbautomatischen Waffen stark erhöhen und diese noch gefährlicher machen.

Die Vorrichtungen machen ein in den meisten Teilen der USA legal zu erwerbendes halbautomatisches Gewehr de facto zu einer automatischen Waffe - und umgehen so das dafür geltende Verbot. Die Waffe feuert, obwohl der Abzug gedrückt bleibt und nicht erneut betätigt wird.

Unter anderem hatte der Todesschütze von Las Vegas, der aus seinem Hotelzimmer auf die Zuschauer eines Konzertes feuerte und 58 Menschen tötete, solche Bump Stocks benutzt. Sie sind vergleichsweise einfach selbst anzufertigen und werden im Internet für wenig Geld verkauft.

90-tägige Frist

Der neuen Regulierung zufolge soll der Erwerb und der Besitz künftig illegal sein. Wer Bump Stocks besitzt, soll 90 Tage Zeit bekommen, um die Vorrichtungen zu zerstören oder sie an die Waffenbehörde weiterzuleiten. Die Behörden gehen nach Angaben des Justizministeriums davon aus, dass Zehntausende solcher Bump Stocks im Umlauf sind.

Die Trump-Administration hatte für diese Entscheidung auch die Waffenlobby NRA konsultiert. Diese hatte sich nach dem Massaker von Las Vegas selbst in einem ungewöhnlichen Schritt für eine schärfere Überprüfung der Bump Stocks ausgesprochen. Allerdings ist die NRA mit dem, was jetzt vereinbart wurde auch nicht zufrieden. Eine Sprecherin sagte zur "New York Times", der Verband sei enttäuscht über die Pläne Trumps. Sie sprach sich für eine Strafmilderung für Amerikaner aus, die bereits Bump Stocks besitzen.

ni/haz (AP, dpa)

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