Training zu Reggae-Rhythmen: Usain Bolt bei Borussia Dortmund | Sport | DW | 23.03.2018
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Usain Bolt bei Borussia Dortmund

Training zu Reggae-Rhythmen: Usain Bolt bei Borussia Dortmund

Aus den Lautsprechern tönt Reggae, der Antrag ist riesengroß: Usain Bolt macht bei seinem viel beachteten öffentlichen Training bei Borussia Dortmund eine ordentliche Figur - und glänzt sogar als Torschütze.

Das Dortmunder Trainingszentrum an der Adi-Preißler-Allee war mit 1400 Zuschauern vollbesetzt, alle waren gekommen, um zu bebachten, ob Leichtathletik-Superstar nicht nur schnell laufen, sondern auch den Ball streicheln kann. Bevor Usain Bolt sich Ballpassagen mit Mario Götze und Nuri Sahin liefern konnte, mussten er und die BVB-Profis zunächst lockere Laufeinheiten und Dehnungsübungen absolvieren.

Trainer Stöger: "Er ist talentiert"

BVB-Trainer Peter Stöger attestierte seinem prominenten Trainingsgast einige gute Ansätze, sieht aber auch noch viel Arbeit. "Man sieht, dass er das Spiel versteht und Spaß hat", sagte Stöger: "Er ist talentiert. Aber wenn er sich im höheren Bereich durchsetzen will, ist noch einiges zu tun."

Schon als Kind hatte Bolt davon geträumt, Profifußballer zu werden und während seiner Leichtathletik-Karriere immer wieder damit kokettiert. Den Traum hat sich der achtmalige Olympiasieger bewahrt und will ihn nun mit 31-Jahren wahr werden lassen. Es sei ein neues Kapitel in seinem Leben, sagte Bolt jüngst: "Ich möchte das wirklich machen und sehen, wie weit ich komme."

BG Sport-Umsteiger (picture-alliance/G. Kirchner)

Der mit dem Ball tanzt: Usain Bolt

So ganz scheint der den eigenen Fähigkeiten auch nicht zu vertrauen. In Dortmund tauchte Bolt überraschend bereits am Tag vor dem öffentlichen Termin im BVB-Trainingscenter auf, um hinter verschlossenen Türen eine zweistündige Einheit unter Trainer Stöger zu absolvieren.

Tipps von Maradona

Tipps holte sich Bolt zuvor schon bei einem der größten Fußball-Künstlern der Geschichte: Diego Maradona. Der Argentinier riet ihm am Rande eines Werbekicks in Basel zu mehr Ruhe beim Spiel mit dem Ball, da sei er noch zu hektisch. Auch aus den Äußerungen seines Coachs in Basel, Manchester Uniteds José Mourinho, lassen vermuten, dass Bolt noch Nachhilfe im Umgang mit der Kugel benötigt. Mourinho drückte es in es in der "Basler Zeitung" so aus: Möglicherweise sei dem Fußball "ein großes Talent abhanden gekommen - zumindest von der Athletik her".

Ein Engagement bei seinem Lieblingsklub Manchester United scheint damit erst einmal ausgeschlossen. Zu einem großen Auftritt in der Arena des Klubs, dem berühmten Old Trafford, kommt Bolt dennoch: Am 10. Juni wird er dort mit einer Weltauswahl mit der Bezeichnung "Soccer Aid World XI" auflaufen. Der Erlös des Benefizspiels soll dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) zugute kommen. Für diesen guten Zweck könnte das Training beim BVB perfekt geeignet gewesen sein.

Ansonsten dürften Bolts Ambitionen in Sachen Fußball wohl eher eine spezielle Art der PR-Arbeit sein.

ww/asz (dpa/sid)