Townships in Südafrika gehen ein Jahrzehnte altes Müllproblem an | Global Ideas | DW | 03.07.2020
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Townships in Südafrika gehen ein Jahrzehnte altes Müllproblem an

Viele südafrikanische Townships ersticken förmlich in Müll, denn eine Müllabfuhr gibt es nicht. In einem Township in Nelson Mandela Bay haben die Einwohner jetzt eigene Lösungen gefunden.

Video ansehen 06:39

Südafrika: Township-Bewohner kämpfen gegen den Müll

Motherwell heißt ein Township in Nelson Mandela Bay in der Provinz Ostkap in Südafrika. Kinder spielen hier mitten in gefährlichem und illegal entsorgtem Müll. Die Bewohner fordern von den Behörden seit Jahren eine geregelte Abfallentsorgung - bislang vergeblich.

Das Problem gibt es überall im Land. Ein Vierteljahrhundert nach Ende der Apartheid hat es der Staat immer noch nicht geschafft, in den informellen Siedlungen eine funktionierende Wasserversorgung, ein Stromnetz und ein richtiges Abfallsystem aufzubauen.

Im Walmer Township, ebenfalls in Nelson Mandela Bay, haben die Bewohner die Sache selbst in die Hand genommen.

Xolani Siwa zum Beispiel legte auf einer ehemaligen illegalen Müllkippe einen Gemüsegarten an. Er versorgt nun auch Menschen mit Nahrungsmitteln, die durch COVID-19 ihre Arbeit verloren haben. Fünf Arbeitsplätze sind auf diese Weise in der Gemeinde entstanden. Andere Bewohner haben das Recycling-Projekt Re-Trade aufgelegt. Es ist gleichzeitig ein Sozial-Projekt und unterstützt rund sechzig informelle Müllsammler. Sie können ihre gesammelten Abfälle im örtlichen Recyclingzentrum abgeben und beispielsweise gegen Lebensmittel und Kleidung eintauschen.

Taugt Walmer als Vorbild für andere Townships?

Ein Beitrag von Stefan Möhl

 

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