Touristen fliehen aus Kaschmir | Aktuell Asien | DW | 04.08.2019
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Indien

Touristen fliehen aus Kaschmir

Nach einer Terrorwarnung der örtlichen Regierung für den indischen Teil der Unruheregion Kaschmir haben tausende Touristen das Gebiet fluchtartig verlassen. Viele versuchten Plätze in Flugzeugen oder Bussen zu ergattern.

Die Regierung des Bundesstaates Jammu und Kaschmir hatte Urlauber und Pilger aufgerufen, Kaschmir "umgehend" zu verlassen. Es gebe neue Geheimdiensthinweise auf "Terrorgefahren" für eine größere hinduistische Pilgerversammlung in der Region, hieß es zu Begründung.

In einer weiteren Mitteilung wurde auch hunderten Studenten aus anderen indischen Bundesstaaten zur Ausreise geraten. Mehrere Pilgerveranstaltungen wurden abgesagt. Deutschland und Großbritannien haben Reisewarnungen für Jammu und Kaschmir ausgegeben.

Gedränge am Airport Srinagar

Auf den Flughafen von Srinagar strömten am Samstag scharenweise Besucher von Kaschmir, darunter Ausländer, die nun schnell ausreisen wollten. Viele von ihnen konnten allerdings kein gültiges Flugticket vorweisen.

"Passagiere, die eigentlich erst in den kommenden Tagen abreisen sollten, sind in Panik zum Flughafen gekommen", sagte der Manager einer Fluggesellschaft, die Flüge von Srinagar in die indische Hauptstadt Neu Delhi anbietet. "Es ist chaotisch und nicht viele werden Sitze ergattern, wenn es keine zusätzlichen Flüge gibt." Auch vor Tankstellen, Supermärkten und Geldautomaten in Kaschmir bildeten sich lange Schlangen.

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Pulverfass Kaschmir: Die Geschichte eines Attentäters (27.3.2019)

Die Region Kaschmir ist seit einem Krieg 1947 zwischen den beiden Atommächten Indien und Pakistan geteilt, wird aber bis heute von beiden Staaten zur Gänze beansprucht. Zuletzt hatten die Spannungen in der Region wieder zugenommen. Die indische Regierung teilte vergangene Woche mit, dass sie 10.000 Soldaten zusätzlich in die Region schicke.

haz/nob (afp, ap, rtr)

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