Tote und Verletzte bei Explosion in Pakistan | Aktuell Asien | DW | 23.02.2017
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Gewalt in Pakistan

Tote und Verletzte bei Explosion in Pakistan

Bei der schweren Detonation in der ostpakistanischen Großstadt Lahore sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30 Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt. Unklar ist, ob es ein Anschlag war.

Die Polizei geht davon aus, dass die Explosion nahe eines teuren Restaurants im gehobenen Stadtteil Defence durch eine Bombe ausgelöst wurde. In direkter Umgebung befinden sich zahlreiche Geschäfte, Cafés und Bankfilialen. Die Bombe sei offenbar in einer sich noch im Bau befindlichen, nicht eröffneten Mall platziert worden, berichteten Medien. Foto- und Videoaufnahmen zeigten von der Druckwelle der Explosion zerstörte Häuserfronten, Fensterscheiben und Fahrzeuge. Glassplitter bedeckten die Straße.

Die Zeitung "Dawn" berichtete, im Gebäude sei ein Stockwerk eingestürzt, Menschen seien unter den Trümmern zerquetscht worden. Entsprechend schwerwiegend seien nach Angaben der Einsatzkräfte die Verletzungen der Überlebenden, die ins Krankenhaus gebracht wurden.

Terror lebt wieder auf

Zu einem Anschlag bekannte sich im Zusammenhang mit der Detonation bislang niemand. Die Provinzregierung hatte zunächst getwittert, ein Generator sei explodiert. Die Polizei riegelte das Gelände ab und ließ ein Fast-Food-Restaurant in der Nähe
räumen, nachdem es Gerüchte über eine weitere Bombe in der Umgebung gegeben hatte. 

Pakistan erlebt seit knapp zwei Wochen ein Wiederaufleben des Terrors. Bei einem Anschlag in Lahore und einem weiteren Anschlag auf einen Sufi-Schrein in Sehwan in der südlichen Provinz Sindh wurden mehr als hundert Menschen getötet. Die sunnitische Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich zu dem Anschlag auf den Sufi-Schrein. Die pakistanische Armee startete am Mittwoch einen landesweiten Militäreinsatz gegen Extremisten.

cgn/kle (afp, dpa)

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