Tote Migranten vor Spaniens Küste | Aktuell Europa | DW | 06.11.2018
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Spanien

Tote Migranten vor Spaniens Küste

Mindestens 17 Migranten starben bei dem Versuch, von Nordafrika aus über das Mittelmeer die spanische Küste zu erreichen. Derweil meldete die IOM einen Rückgang des Flüchtlingsstroms nach Europa.

An Spaniens Küsten sind nach Behördenangaben 17 tote Migranten entdeckt worden. Wie die Tageszeitung "El Pais" berichtet, wurden auf zwei Booten nahe der spanischen Exklave Melilla am Montag 13 tote Afrikaner gefunden. Die Todesursache werde noch untersucht. 80 weitere Personen seien gerettet worden, teilte die spanische Seenotrettung auf Twitter mit.

In der Straße von Gibraltar ertranken vier weitere Menschen, als ihr Boot unweit der andalusischen Küste kenterte. 22 Flüchtlinge überlebten. Die Zahl der Opfer könnte noch steigen: Nach 17 Vermissten werde noch gesucht, hieß es in der Zeitung unter Berufung auf die Einsatzkräfte.

Spanien Migranten versuchen die Exklave Melilla zu erreichen (picture-alliance/dpa/F.G. Guerrero)

Migranten versuchen die spanische Exklave Melilla zu erreichen

Knapp über 100.000 Migranten sind in den ersten zehn Monaten des Jahres über das Mittelmeer nach Europa gekommen. Damit sei im fünften Jahr in Folge die Marke von 100.000 illegalen Zuwanderern und Flüchtlingen überschritten worden, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Genf mit. Die aktuellen Zahlen liegen den Angaben zufolge deutlich unter denen der Vorjahre. 2017 zählten die Behörden zum gleichen Zeitpunkt etwa 155.000 Migranten.

Hauptankunftsland sei inzwischen Spanien, wo 49.000 Migranten an Land gegangen seien. Griechenland folgt mit knapp 28.000 Migranten. Nach Italien flüchteten in diesem Jahr bisher 20.000 Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben. Laut IOM sind bisher etwa 2.000 Menschen beim Versuch der Überfahrt gestorben oder werden vermisst.

jv/kle (dpa, afp, kna)

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