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KonfliktePakistan

Tote bei proiranischen Protesten in Pakistan

1. März 2026

Nach dem Tod von Irans oberstem Führer Ali Chamenei ist es bei Protesten vor dem US-Konsulat im pakistanischen Karatschi zu tödlichen Zusammenstößen gekommen. Auch im Irak wurde eine Demonstration gewaltsam aufgelöst.

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Pakistan Karatschi 2026 | Proteste nach US‑ und israelischen Angriffen auf Iran
Die Demonstranten hatten sich vor dem US-Konsulat in Karatschi versammeltBild: Akhtar Soomro/REUTERS

"Wir haben mindestens neun Leichen erhalten", sagte der Sprecher des Zivilkrankenhauses von Karatschi, Jasso Ram. Demnach könne die Zahl der Opfer noch steigen. Mehr als 25 Menschen, die bei den Zusammenstößen verletzt worden waren, würden behandelt. Einer der größten Rettungsdienste der Stadt, bestätigte, dass mindestens acht Tote ins Krankenhaus gebracht worden seien. Die meisten Betroffenen hätten Schusswunden.

Polizeikräfte auf der Straße nahe dem Konsulat
Polizeikräfte auf der Straße nahe dem KonsulatBild: Akhtar Soomro/REUTERS

Im Internet verbreitete Aufnahmen sollen zeigen, wie Demonstranten mit Stöcken und Steinen Fenster einschlugen. Die Polizei setzte laut Behörden Tränengas und Schlagstöcke ein. Demonstranten skandierten Parolen gegen die USA und marschierten in Richtung des Konsulatsviertels, wo sie versuchten, in das Gelände einzudringen, wie es hieß. Die Polizei drängte nach eigenen Angaben zudem Demonstranten zurück, die ein Fahrzeug in Brand gesetzt hatten.

Unterdessen verschärften die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen in Pakistans Hauptstadt Islamabad. Straßen zur sogenannten Roten Zone mit Botschaften und wichtigen Regierungsgebäuden wurden gesperrt.

Proteste nahe der US-Botschaft in Bagdad

In der irakischen Hauptstadt Bagdad versuchten Demonstranten, in das streng gesicherte Regierungsviertel vorzudringen, in dem sich auch die US-Botschaft befindet. Nach Angaben von Augenzeugen versammelten sich am Eingang zur Grünen Zone Hunderte Menschen zum Protest. Sicherheitskräfte lösten die Menge gewaltsam auf.

Irak Bagdad 2026 | Protestzug schiitischer Milizen Richtung US-Botschaft von Polizei gestoppt
Die Demonstranten vor der Grünen Zone in Bagdad wurden von der Polizei gestopptBild: Thaier Al-Sudani/REUTERS

Die Demonstranten sollen versucht haben, die Sicherheitsbarrieren zu überwinden, um zur US-Botschaft zu gelangen. Die Einsatzkräfte hätten Schlagstöcke, scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt, um die Demonstranten auseinanderzutreiben.

Israel und die USA hatten am Samstagmorgen eine massive Welle von Luftangriffen gegen den Iran gestartet. Bei einer Attacke in Teheran wurde das geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei getötet. Als Reaktion griff der Iran Israel sowie US-Militäreinrichtungen in Staaten der Golfregion an.

gri/pgr (dpa, afp, rtr)
 

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