Tote bei Anschlägen auf Hotels in Somalia | Aktuell Afrika | DW | 10.07.2015
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Aktuell Afrika

Tote bei Anschlägen auf Hotels in Somalia

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu hat die radikal-islamische Al-Schabaab-Miliz Anschläge auf zwei Hotels verübt. Nach offiziellen Angaben wurden mindestens 22 Menschen getötet.

Bei den Angriffen vom Freitagabend seien zwölf Angreifer der Terrormiliz Al-Shabaab, fünf Zivilpersonen und fünf Sicherheitsleute ums Leben gekommen, wie Innenminister Adirisak Omar Mohamed mitteilte. Weitere 20 Menschen wurden nach Krankenhausangaben verletzt, einige von ihnen schwer.

Mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge hatten nach Agenturberichten das "Wehliya"- und das "Siyaad"-Hotel gerammt. Dann seien schwer bewaffnete Milizionäre in die Gebäude gestürmt. Kurz nach Beginn der Angriffe wurden Hunderte Soldaten der afrikanischen Friedensmission und der somalischen Streitkräfte in die betroffenen Stadtviertel verlegt.

Mit dem Auto in das Gebäude gerast

Die Angreifer verschanzten sich mehrere Stunden lang erfolgreich im Hotel "Siyad" nahe dem Amtssitz des somalischen Präsidenten und konnten erst von einer vom US-Militär ausgebildeten somalischen Spezialtruppe überwältigt werden.

Die sunnitischen Fundamentalisten der Al-Shabaab bekannten sich zu den Anschlägen. Sie streben den Sturz der somalischen Regierung an und wollen einen streng islamischen Staat schaffen. Auch in Kenia, dessen Militär gegen die Extremisten im Nachbarland Somalia vorgeht, hat Al-Schabaab mehrfach Attentate verübt.

haz/nem/gri (rtr, afp, dpa)

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