Terrorangriff auf Streitkräfte im Niger | Aktuell Afrika | DW | 19.05.2020
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Afrika

Terrorangriff auf Streitkräfte im Niger

Militante Islamisten greifen immer wieder Ziele im westafrikanischen Niger und seinen Nachbarstaaten an. Dieses Mal überfielen mutmaßliche Boko-Haram-Terroristen einen Armeestützpunkt im Südosten des Landes.

Niger Agadez Armee Soldaten (picture-alliance/Zuma/A. Fox Echols Iii)

Soldaten im Niger bei einer Übung (Archiv)

Zwölf Soldaten sind bei dem Angriff auf einen Außenposten des nigrischen Militärs in der Region Diffa getötet worden, wie das Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Niamey mitteilte. Mutmaßliche Kämpfer der Terrorgruppe Boko Haram hätten den Stützpunkt Blabrine in der Dunkelheit überfallen. Viele Soldaten seien verwundet worden. Zudem seien rund 20 Angreifer getötet worden, hieß es weiter.

Der Stützpunkt Blabrine liegt etwa 20 Kilometer nordöstlich der Stadt Diffa. Die 200.000-Einwohner-Stadt nahe der Grenze zu Nigeria ist bereits mehrfach von militanten Islamisten angegriffen worden. In der abgelegenen südöstlichen Region in der Nähe des Tschadsees laufen die Grenzen von Kamerun, Tschad, Niger und Nigeria zusammen. Etliche Terrorgruppen sind dort aktiv. 

Auch Soldaten in Nigeria getötet 

Im Nordosten Nigerias töteten Dschihadisten, unter ihnen zwei weibliche Selbstmordattentäterinnen, bei Angriffen sieben Soldaten. Das teilte ein Armeesprecher mit.

Symbolbilder Niger Armee (Getty Images/AFP/I. Sanogo)

Nigerianische Soldaten auf Grenzpatrouille

Boko Haram terrorisiert vor allem die Bevölkerung im Nordosten Nigerias, greift aber auch immer wieder Zivilisten und Sicherheitskräfte in Kamerun, Tschad und Niger an.Bei Anschlägen und Angriffen der Gruppe sind seit 2009 Zehntausende Menschen getötet worden. Mehr als 2,4 Millionen Menschen in der Region sind laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk durch die Gewalt aus ihren Häusern vertrieben worden.

se/al (afp, dpa)

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