Tausende protestieren in El Salvador | Aktuell Amerika | DW | 18.10.2021
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Mittelamerika

Tausende protestieren in El Salvador

Nach der Einführung des Bitcoins als offizielle Währung in dem mittelamerikanischen Land wächst die Kritik. Generell treibt die Arbeit der Regierung von Präsident Nayib Bukele viele um und auf die Straße.

Der Protest in der Hauptstadt San Salvador richtete sich unter anderem gegen die Einführung des Bitcoin als offizielle Währung neben dem Dollar. Auf Protestplakaten waren Aufschriften zu lesen wie "Nein zur Diktatur" und "Bitcoin ist Betrug".

"Die Regierung ist autoritär"

"Die Menschen werden dieser autoritären Regierung allmählich müde, sie ist undemokratisch", sagte der Umweltaktivist Ricardo Navarro der Nachrichtenagentur AFP. Die Einführung des Bitcoins als offizielle Währung sei eine von Bukeles "schlechten Ideen", die der Wirtschaft des Landes schadeten.

El Salvador | Protest gegen President Bukele in San Salvador

Demonstranten stecken ein Bild von Präsident Nayib Bukele in Brand

El Salvador hatte am 7. September als erstes Land der Welt die Kryptowährung als offizielles Zahlungsmittel eingeführt und 200 Wechselautomaten im Land aufgestellt. In der Bevölkerung wird dies mit großer Skepsis gesehen. Mehr als zwei Drittel der 6,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner sprachen sich in zwei verschiedenen Umfragen dafür aus, den Dollar als alleinige Währung beizubehalten. Auch Wirtschaftsexperten und internationale Akteure wie die Weltbank oder der Internationale Währungsfonds hatten Bedenken geäußert.

Auch feministische Gruppen demonstrieren

An den Protesten am Sonntag beteiligten sich unter anderem auch feministische Gruppen, Menschenrechtsaktivisten und Oppositionsvertreter. Medardo González von der Nationalen Befreiungsfront Farabundo Martí warf Bukele Angriffe auf die Unabhängigkeit der Justiz vor. "Das tut nur eine diktatorische Regierung und so etwas wollen wir in El Salvador nicht", sagte der Oppositionspolitiker.

nob/AR (afp, kna)

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