Tausende Israelis protestieren abermals gegen Netanjahu | Aktuell Nahost | DW | 24.12.2017
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Israel

Tausende Israelis protestieren abermals gegen Netanjahu

Es geht in die vierte Runde: Erneut haben Tausende Bürger in Tel Aviv gegen Korruption demonstriert. Sie zogen über einen Boulevard im Stadtzentrum und forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Netanjahu.

Israel Tel Aviv - Proteste gegen Korruption (Getty Images/AFP/J. Guez)

"Marsch der Schande" verlangt den Rückzug von Ministerpräsident Netanjahu

Es war der vierte Samstag in Folge, an dem Demonstranten in der Hafenstadt gegen die Regierung auf die Straße gingen. Bei ihrem "Marsch der Schande" verlangten sie den Rückzug des Ministerpräsidenten und von weiteren "korrupten" Ministern. Benjamin Netanjahu wird in mehreren Fällen der Korruption verdächtigt und wurde bereits mehrfach von der Polizei befragt. Unter anderem soll der Ministerpräsident von reichen Geschäftsleuten illegal teure Geschenke angenommen haben. Außerdem soll er versucht haben, unrechtmäßig Einfluss auf die Medienberichterstattung zu nehmen. Netanjahu weist die Vorwürfe als "Hexenjagd" zurück.

In Jerusalem fand gleichzeitig eine Demonstration rechtsorientierter Israelis statt, die eine Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien forderten. Der ehemalige Verteidigungsminister Mosche Jaalon sagte nach Angaben der Nachrichtenseite ynet: "Die Korruption löst beim Bürger ein Gefühl der Ungerechtigkeit aus. Das stellt eine größere Gefahr dar als der Iran, die Hisbollah, die Hamas oder ISIS." ISIS ist eine Abkürzung für die Terrormiliz "Islamischer Staat".

Die rechtsorientierte israelische Regierungspartei Likud bezeichnete die Demonstration in Jerusalem als "Bluff". Es handele sich um eine "Satellitendemonstration" der Tel Aviver Linken, die Netanjahus Regierung stürzen wolle.

kle/se (dpa, afp, ape)

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