Taliban-Offensiven in vielen afghanischen Provinzen | Aktuell Asien | DW | 22.05.2018
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Radikal-islamischer Terror

Taliban-Offensiven in vielen afghanischen Provinzen

In Afghanistan haben die radikal-islamischen Taliban bei mehreren Anschlägen mindestens 40 Menschen getötet. Die Zahl der Verletzten ist noch unklar. Offizielle Stellen sprechen derzeit von mehr als 30.

In der südafghanischen Großstadt Kandahar starben mindestens 16 Menschen, als zwei in Containern versteckte Sprengsätze explodierten. Nach Regierungsangaben war nicht unmittelbar klar, was das Ziel des Anschlags war. 

In der Ost-Provinz Gasni seien bei Angriffen auf drei Bezirkszentren mindestens zwölf Sicherheitskräfte getötet worden, sagte ein Gouverneurssprecher. Die Kämpfe dauerten an. Provinzbeamte wiesen Berichte zurück, wonach die Taliban zwei Bezirke eingenommen hätten.

Gasni gehört zu den derzeit am heftigsten umkämpften afghanischen Provinzen. Wie die UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) meldete, waren dort allein vergangene Woche 10.000 Menschen vor Gefechten aus ihren Dörfern geflohen. Landesweit haben die UN seit Januar rund 108.000 Kriegsvertriebene registriert.

Die Nachrichtenagentur Pajhwok meldete weitere acht Tote bei Kämpfen in zwei Provinzen im Osten und Westen des Landes.

Frühjahrsoffensive der Taliban

Die Taliban sind seit Ende des offiziellen NATO-Kampfeinsatzes Ende 2014 stärker geworden und kontrollieren nach Militärangaben heute wieder mehr als 14 Prozent des Landes. Weitere 30 Prozent sind demnach umkämpft. Nach einem umfassenden Friedensangebot von Präsident Aschraf Ghani im Februar hatten sie ihre Angriffe verstärkt.

hf/stu (rtr, afp, dpa)

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