Tabea Kemme verliert Kampf um Präsidentschaft bei Turbine Potsdam | Sport | DW | 19.06.2021
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Fussball

Tabea Kemme verliert Kampf um Präsidentschaft bei Turbine Potsdam

Sie wollte die erste Frau an der Spitze eines Fußball-Bundesligisten werden - und ist knapp gescheitert: Tabea Kemme fehlen bei der Wahl um das Führungsamt bei Turbine Potsdam nur wenige Stimmen.

Es war ein harter Zweikampf, den Amtsinhaber Rolf Kutzmutz und Herausforderin Tabea Kemme geführt haben. Am Ende setzte sich der amtierende Präsident mit 110 zu 100 Stimmen durch.

"Auch wenn das Wahlergebnis für mich persönlich enttäuschend ist, zeigt es doch die Notwendigkeit, den Verein Turbine Potsdam zu erneuern", schreibt die ehemalige Fußball-Nationalspielerin Kemme auf ihrem Instagram-Account und fordert zugleich: "Das Ergebnis ist nun auch Auftrag an die neu gewählten Gremien zum einen und die offen zu Tage getretenen Spaltungen zu beseitigen."

Ihre Kandidatur habe offen gelegt, "dass der Generationswechsel im Verein nicht mit dem notwendigen Ernst angegangen wird." Das knappe Abstimmungsergebnis zeige, "dass Fairness und Transparenz, sportlicher Ehrgeiz und Verantwortungsbewusstsein endlich angekommen sind." Sie selbst nehme den Ausgang der Wahl sportlich.

Neue Strukturen

Die ehemalige Abwehrspielerin hatte im März ihre Kandidatur angekündigt und wollte dem Verein modernere Strukturen verleihen – sowohl im sportlichen Bereich als auch auf der Führungs- und Kommunikationsebene.

"Fair Play ist die Grundlage des Fußballs. Ein Traditionsverein sollte sich bewusst sein, dass wir auch eine Vorbildfunktion haben. Wir wollen im Verein Werte vorleben, die unsere Gesellschaft stabilisiert und motiviert. Mit Fair Play auf und neben dem Platz."

Rolf Kutztmutz: "Jedes Mitglied kann sich auf mich verlassen"

Die "100 Stimmen für den sportlichen Aufbruch" machten sie nun stolz, schreibt Kemme - zur Wahl als erste Frau an der Spitze eines Fußball-Bundesligavereins reichten sie jedoch nicht ganz. Der 73-jährige Amtsinhaber Rolf Kutzmutz ist seit 21 Jahren bei Turbine Potsdam. Seit sechs Jahren ist der ehemalige Linken-Bundestagsabgeordnete Präsident des Klubs: "Jedes Mitglied, auch welches mich nicht gewählt, kann sich auf mich verlassen", sagte Kutzmutz nach seiner Wiederwahl.

Kemme, die ihre ganze Karriere bei Turbine Postsdam verbracht und nur zum Abschluss für anderthalb bei Arsenal LFC gekickt hat, verspricht, sich weiter für den Frauenfußball engagieren zu wollen. "Ich werde mich weiterhin einsetzen, die gesellschaftliche Rolle des Frauenfußballs nach vorn zu tragen.“

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