Türkei droht mit Militäroffensive auf Kurden | Aktuell Welt | DW | 26.07.2019
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Kurden in Nordsyrien

Türkei droht mit Militäroffensive auf Kurden

Gespräche zwischen der Türkei und den USA zur Einrichtung einer Pufferzone in Nordsyrien waren zuvor gescheitert. Ankara hat bereits sein Militär in Stellung gebracht.

Syrien YPG Kämpfer (Getty images/A. Sik)

Kämpfer der Kurdenmiliz YPG in der nordsyrischen Stadt Kobane...

"Wir sind entschlossen, den Terror-Korridor östlich des Euphrats zu zerstören", sagte Erdogan vor Mitgliedern der Regierungspartei AKP in Ankara. Wer sich auf die Unterstützung ausländischer Mächte in der Region verlasse, könne sich begraben lassen, warnte der Präsident.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu hat die Türkei ihre Militärposten entlang der Grenze zu Syrien seit der vergangenen Woche verstärkt. Es war zunächst unklar, wann und wie die in Stellung gebrachten Haubitzen, Panzer und Panzerfahrzeuge eingesetzt werden sollen.

Ankara will Rückzug der YPG erzwingen

Die Türkei fordert schon seit Jahren eine Pufferzone im von der Kurdenmiliz YPG kontrollierten Gebiet in Nordsyrien. Sie will, dass sich die YPG von dort zurückzieht, und hat wiederholt mit einer Offensive gegen die Kurdenmiliz gedroht. Ankara sieht in der YPG einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und stuft sie deshalb als Terrororganisation ein.

Für die USA ist die YPG dagegen ein wichtiger Partner im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Washington will einen Angriff auf die Verbündeten verhindern. Bei Gesprächen Anfang der Woche hatten sich die USA und die Türkei nicht auf die Pufferzone einigen können. Streitpunkte sind nach türkischen Angaben unter anderem, wer die Zone kontrollieren soll und ob die YPG das Gebiet vollständig räumen müsse.

ni/uh (ap, dpa)

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